„Ein sehr guter Spieler“: Bayern-Boss reagiert auf die Vuskovic-Gerüchte

Tim Schoster

Der FC Bayern wird erneut mit einem der spannendsten Abwehrtalente Europas in Verbindung gebracht. Vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim äußerte sich Sportvorstand Max Eberl nun öffentlich zu den anhaltenden Spekulationen um Luka Vušković.

In den vergangenen Wochen hatte es vermehrt Berichte gegeben, wonach der deutsche Rekordmeister den 18-Jährigen aufmerksam beobachtet. Vušković, aktuell von Tottenham Hotspur an den Hamburger SV verliehen, zählt zu den auffälligsten jungen Innenverteidigern der Liga und steht bei mehreren Topklubs auf dem Zettel.

Auf der Pressekonferenz vor dem Hoffenheim-Spiel stellte Eberl jedoch zunächst die vereinsinternen Prioritäten klar: „Zunächst einmal müssen wir unsere ‚internen Transfers‘ [Vertragsverlängerungen] regeln. Wenn das erledigt ist, haben wir eine hochkarätige Abwehr.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Qualität des Kroaten außer Frage stehe. „Das heißt nicht, dass Vušković kein guter Spieler ist. Er ist 18, spielt eine hervorragende Saison beim HSV und gehört zu Tottenham.“

Klare Kaderstruktur statt Schnellschüsse

Jonathan Tah, Dayot Upamecano
Foto: IMAGO/Laci Perenyi

Der Bayern-Boss verwies in diesem Zusammenhang auch auf die aktuelle personelle Situation in der Defensive. „Aber auch der FC Bayern hat mit Jonathan Tah, Upa und Minjae sehr gute Innenverteidiger – und wir haben auch noch Itō und Stani, die dort spielen können“, erklärte Eberl und ergänzte: „Wir können also nicht einfach jeden guten Spieler verpflichten, den man uns empfiehlt.“

Zuletzt hatten Medienberichte das Bild gezeichnet, dass die Münchner die Entwicklung Vuškovićs intensiv verfolgen, ein konkreter Vorstoß jedoch an sportlichen Rahmenbedingungen hängt. Der Youngster selbst gilt als Spieler, der bei seinem nächsten Schritt regelmäßige Einsatzzeit erwartet – ein Faktor, der angesichts der Konkurrenzsituation beim FC Bayern eine zentrale Rolle spielt.

Am Ende seiner Ausführungen fand Eberl dennoch ein deutliches Lob für den Innenverteidiger: „Er ist zweifellos ein sehr guter Spieler. Aber wie gesagt, zuerst müssen wir die internen Transfers klären.“

Teile diesen Artikel