Nach der Winterpause deutete vieles auf einen Münchner Durchmarsch hin. Doch der Titelkampf hat neue Spannung bekommen. Zwei Bayern-Ausrutscher haben Borussia Dortmund zurück ins Rennen gebracht.
Borussia Dortmund hat den Rückstand auf den FC Bayern auf drei Punkte verkürzt. Der BVB steht nach dem 21. Spieltag bei 48 Zählern, die Münchner führen mit 51 Punkten – allerdings mit einem Spiel weniger. Am Sonntag kann der Rekordmeister im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim wieder auf sechs Punkte davonziehen.
Dass Dortmund überhaupt wieder in Schlagdistanz ist, liegt an den jüngsten Ergebnissen der Bayern. Die erste Saisonniederlage gegen Augsburg vor zwei Wochen und das anschließende 2:2 beim Hamburger SV kosteten wertvollen Vorsprung. Während in München plötzlich über Punktverluste diskutiert wurde, sammelte der BVB konstant Zähler und arbeitete sich Stück für Stück heran.
Der jüngste Dortmunder Dreier fiel dabei alles andere als souverän aus. Beim 2:1-Auswärtssieg in Wolfsburg hatte die Mannschaft von Niko Kovac nach der Pause mehrfach Glück, weil der VfL zahlreiche Chancen liegen ließ und zweimal Aluminium traf. Erst ein später Treffer von Serhou Guirassy entschied die Partie zugunsten der Schwarz-Gelben.
Gipfeltreffen Ende Februar als Chance für Dortmund

Nun liegt der Druck wieder beim FC Bayern. Vor dem Duell mit Hoffenheim äußerten sich die Verantwortlichen auffallend offensiv. Sportvorstand Max Eberl sagte: „Wir haben Lust auf das Spiel gegen die TSG, die für mich die Überraschungsmannschaft ist.“ Über den Gegner ergänzte er: „Sie kommen wie der Phönix aus der Asche, haben eine sehr gute Mannschaft zusammengestellt.“
Auch Vincent Kompany erwartet ein intensives Spiel. Der Bayern-Trainer betonte: „Wir haben immer gezeigt, wenn eine Mannschaft diese Intensität bringen will, sind wir dabei und machen ein gutes Spiel.“ Und mit Blick auf die Spielanlage beider Teams stellte er klar: „Ich finde es immer gut, wenn die gegnerische Mannschaft diese Intensität bringt. Das ist auch für die Fans gut.“ Sein Fazit: „Wir haben Bock auf dieses Spiel, weil es eine Stärke von uns, aber auch von ihnen ist.“
Für zusätzliche Brisanz sorgt der Blick nach vorn. In drei Wochen kommt es zum direkten Duell zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund im Signal-Iduna-Park am 28. Februar. Bis dahin haben die Münchner die Möglichkeit, den Abstand wieder zu vergrößern – Dortmund hat mit dem Sieg beim VfL Wolfsburg zumindest vorgelegt.
