Transfer-Offensive? Bayern-Boss betont: „Wir sind kein Geldscheißer!“

Tim Schoster

Der FC Bayern wird beinahe im Wochentakt mit neuen Transfernamen in Verbindung gebracht. Aktuell sorgt Innenverteidiger Luka Vuskovic vom Hamburger SV für Diskussionen rund um die Säbener Straße. Nun hat Sportvorstand Max Eberl öffentlich Stellung bezogen – und dabei sehr klare Worte gefunden.

Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen die TSG Hoffenheim stellte Eberl unmissverständlich klar, dass die Münchner ihre Hausaufgaben zunächst intern erledigen wollen. „Erst mal lösen wir unseren internen Transfer“, erklärte der 52-Jährige und spielte damit auf die bevorstehende Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano an.

Diese gilt als zentraler Baustein der sportlichen Planung. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge steht die Verlängerung kurz vor dem Abschluss. Für Eberl wäre damit die größte Baustelle in der Defensive geschlossen. „Wenn der gelöst ist, haben wir eine Innenverteidigung, die relativ hohe Qualität hat“, betonte er und signalisierte großes Vertrauen in den aktuellen Abwehrkern um Upamecano und Jonathan Tah.

Eberl lobt Vuskovic – und bremst dennoch

Luka Vuskovic
Foto: IMAGO

Trotz der deutlichen Absage an einen kurzfristigen Transfer fand Eberl anerkennende Worte für den kroatischen Youngster. „Das heißt nicht, dass Vuskovic kein guter Spieler ist“, stellte er klar. Der Bayern-Boss verwies auf die starke Entwicklung des 18-Jährigen und dessen Leistungen beim HSV, erinnerte aber zugleich an die vertragliche Situation. Vuskovic steht noch langfristig bei Tottenham Hotspur unter Vertrag.

Grundsätzlich wurde Eberl bei der Einordnung der öffentlichen Transferdiskussion sehr deutlich. „Wir können doch nicht jeden guten Spieler, bei dem die Öffentlichkeit meint, der müsse unbedingt zum FC Bayern, verpflichten“, sagte er und verwies dabei auch auf die Verantwortung gegenüber Aufsichtsrat und Vereinsgremien.

Den Schlusspunkt setzte Eberl mit einem Satz, der hängen blieb: „Wir sind doch kein Geldscheißer. Wir können den Kader doch nicht so aufblähen.“ Damit machte der Sportvorstand unmissverständlich klar, dass der Fokus der Bayern aktuell nicht auf spektakulären Neuzugängen liegt, sondern auf interner Stabilität, Vertragsarbeit und einer kontrollierten Kadergröße.

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