Bayern-Boss bestätigt! Pokal-Kracher gegen Leipzig droht Absage

Vjekoslav Keskic

Das Viertelfinale im DFB-Pokal zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig am kommenden Mittwoch steht plötzlich unter einem großen Fragezeichen. Grund dafür ist ein angekündigter Warnstreik der Münchner Verkehrsgesellschaft, der insbesondere den öffentlichen Nahverkehr rund um die Allianz Arena lahmlegen könnte.

Bayern-CEO Jan-Christian Dreesen bestätigte nach dem 5:1-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim, dass eine Austragung der Partie aktuell nicht gesichert ist. „Wir werden morgen darüber informieren, wie wir damit umgehen“, erklärte Dreesen und ließ damit bewusst offen, ob das Spiel wie geplant stattfinden kann.

Hintergrund ist der zweite Streik der MVG innerhalb weniger Wochen, der am Mittwoch vor allem Busse und U-Bahnen betrifft – also genau jene Verkehrsmittel, auf die zehntausende Fans bei Heimspielen des Rekordmeisters angewiesen sind.

An- und Abreise als zentrales Problem

Allianz Arena
Foto: IMAGO/Beautiful Sports

Nach Angaben von Dreesen gab es bereits intensive Gespräche mit allen beteiligten Stellen. „Wir hatten heute eine lange, interne Besprechung unter anderem mit der MVG, mit der Polizei und mit den weiteren Behörden, die für so einen Spielablauf notwendig sind“, so der Bayern-Boss. Das Kernproblem sei dabei nicht nur die Anreise, sondern vor allem die Abfahrt der Zuschauer nach dem Spiel. „Das wird eine Herausforderung. Und das ist nicht ersetzbar“, stellte Dreesen unmissverständlich klar.

Der FC Bayern sieht sich in der Verantwortung gegenüber seinen Fans. Ziel sei es, mögliche Lösungen zu finden, um die Situation zumindest abzumildern. „Wir müssen sehen, dass wir für die Fans eine Linderung schaffen können“, betonte der Vorstandsvorsitzende. Eine finale Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen.

Verlegung als mögliche Option

Grundsätzlich wolle man das Spiel austragen, sofern es organisatorisch vertretbar sei. „Wenn es irgendwie geht, werden wir das Spiel durchführen, da die Alternativen kaum vorhanden sind“, erklärte Dreesen. Gleichzeitig deutete er an, dass eine Verlegung nicht ausgeschlossen ist, sollte keine tragfähige Lösung gefunden werden.

Interessant: Eine Terminverschiebung wäre für den FC Bayern zumindest theoretisch machbar. Da die Münchner in der Champions League nicht in den Playoffs antreten müssen, könnte ein verlegtes Pokalspiel möglicherweise in der übernächsten Woche nachgeholt werden. Ob es dazu kommt, hängt nun maßgeblich von der Entwicklung rund um den Streik und den Gesprächen mit den Behörden ab. Klar ist: Die Entscheidung dürfte zeitnah fallen – und wird sowohl sportlich als auch organisatorisch von großer Bedeutung sein.

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