Der FC Bayern treibt seine Personalplanungen mit Nachdruck voran. Nach der Vertragsverlängerung von Serge Gnabry und der kurz bevorstehenden Einigung mit Dayot Upamecano rückt nun der nächste Schlüsselspieler in den Fokus: Harry Kane. Der englische Nationalstürmer ist sportlich wie strategisch eine zentrale Figur beim Rekordmeister – entsprechend sensibel gehen die Münchner mit seiner Zukunft um.
Sportvorstand Max Eberl bestätigte vor dem DFB-Pokalduell gegen RB Leipzig, dass sich der Klub bereits mit Kane austauscht. Von konkreten Vertragsverhandlungen wollte der 52-Jährige jedoch bewusst nicht sprechen. „Wir reden, das heißt aber nicht, dass die Verhandlungen gestartet sind“, stellte Eberl klar. Vielmehr handele es sich aktuell um einen intensiven Austausch, in dem Positionen abgesteckt und Erwartungen formuliert werden. Die nächsten Schritte würden erst folgen, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen sei.
Damit bleibt die Situation rund um den 32-Jährigen bewusst offen. Während bei Upamecano laut CEO Jan-Christian Dreesen nur noch der formale Abschluss aussteht, ist man bei Kane deutlich früher im Prozess. Das überrascht nicht, denn der Stürmer besitzt beim FC Bayern nicht nur sportlich, sondern auch finanziell und strategisch ein besonderes Gewicht.
Kane-Spekulationen reißen nicht ab

Kane fühlt sich in München wohl, hat sich schnell als Führungsspieler etabliert und liefert auf dem Platz konstant auf höchstem Niveau. Dennoch reißen die Spekulationen um seine Zukunft nicht ab. Vor allem eine vertraglich fixierte Ausstiegsklausel sorgt aktuell für Gesprächsstoff. Nach Informationen des kicker liegt diese zwischen 60 und 70 Millionen Euro. Lange galt Ende Januar als Stichtag, bis zu dem Kane diese Option hätte ziehen können. Nun berichtet das Fachmagazin jedoch, dass sich diese Frist offenbar bis Ende Februar verlängert hat.
Das verleiht der Situation zusätzliche Brisanz. Denn mit der Klausel wächst auch das Interesse potenzieller Abnehmer. Laut kicker haben sich mehrere Klubs aus der Premier League bereits beim Management des Stürmers erkundigt. Konkrete Namen werden zwar nicht genannt, doch allein die Herkunft der Anfragen unterstreicht, wie hoch Kane auf dem internationalen Markt weiterhin gehandelt wird.
Noch deutlich lukrativer könnten mögliche Offerten aus Saudi-Arabien ausfallen. Dem Bericht zufolge bereitet mindestens ein Klub aus der Saudi Pro League ein „höchst lukratives Angebot“ für den Bayern-Stürmer vor. Ob dieses bereits für den kommenden Sommer oder erst perspektivisch relevant wird, ist offen. Klar ist jedoch: Kane passt perfekt ins Profil der Liga, die mit prominenten Namen ihren sportlichen und medialen Anspruch weiter untermauern möchte.
Angesprochen auf die jüngsten Gerüchte zeigte sich Eberl allerdings gelassen und erklärte, dass man „Dinge von außen nicht beeinflussen kann“ .
Bayern plant Verlängerung vor der WM 2026 an
An der Säbener Straße beobachtet man diese Entwicklungen genau, ohne sich treiben zu lassen. Der FC Bayern möchte mit Kane verlängern, idealerweise vor der WM 2026 – aber nicht um jeden Preis und nicht unter Zeitdruck. Dass Eberl die Erwartungen bewusst dämpft, ist Teil dieser Strategie. Die Münchner möchten Planungssicherheit – und Kane weiß zugleich, welchen Stellenwert er beim Rekordmeister genießt.
Die kommenden Wochen dürften daher entscheidend werden. Ob aus dem intensiven Austausch tatsächlich konkrete Vertragsgespräche entstehen, hängt von mehreren Faktoren ab. Fest steht: Die Bayern wollen Kane halten. Doch die Konkurrenz schläft nicht – und die Ausstiegsklausel sorgt dafür, dass seine Zukunft vorerst eines der spannendsten Themen an der Säbener Straße bleibt.
