Der FC Bayern München marschiert in der Bundesliga weiter mit beeindruckender Offensivkraft durch die Saison. Nach dem klaren 5:1 gegen die TSG Hoffenheim rückt sogar ein historischer Torrekord in den Fokus. Trainer Vincent Kompany ordnet das Thema jedoch mit klaren Worten ein.
Nach 21 Spieltagen haben die Münchner bereits 79 Tore erzielt – ein Wert, der unweigerlich Erinnerungen an eine legendäre Bayern-Saison weckt. In der Spielzeit 1971/72 stellte der Rekordmeister mit 101 Treffern unter Trainer Udo Lattek einen Bundesliga-Rekord auf, der bis heute Bestand hat. Selbst in der dominanten Saison 2019/20 blieb der FC Bayern mit 100 Toren hauchdünn darunter.
Die aktuelle Mannschaft bewegt sich statistisch wieder in diesen Sphären. Der Tor-Schnitt pro Spiel ist außergewöhnlich hoch, mehrere Spieler tragen regelmäßig zur Trefferbilanz bei. Rein rechnerisch ist die Bestmarke erreichbar, zumal noch ein erheblicher Teil der Rückrunde bevorsteht.
Kompany: „Für mich keine Priorität“

Kompany will den Fokus dennoch bewusst anders setzen. Nach dem Hoffenheim-Spiel sagte der Belgier: „Im Moment hat das für mich keine Priorität.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass offensive Dominanz zur DNA des Klubs gehört. „Natürlich wollen wir offensiv stark sein und viele Tore schießen als FC Bayern, das fordern die Fans auch. Daran gibt es keinen Zweifel.“
Der Bayern-Trainer verwies dabei auf die Struktur seines Teams. „Das ist eine Stärke unseres Teams“, erklärte Kompany und hob hervor, dass Torgefahr nicht von einzelnen Spielern abhängt. Entscheidend sei für ihn ein konstanter Eindruck auf dem Platz.
So ergänzte der 39-Jährige: „Meine Priorität ist es, immer das Gefühl zu haben, dass wir jederzeit ein Tor schießen können.“ Dieses Gefühl sei derzeit klar vorhanden. „Die Jungs machen das im Moment unglaublich gut“, lobte Kompany seine Mannschaft nach dem deutlichen Heimsieg.
