Goretzka-Ersatz? Bayern hat bereits Nachfolger gefunden!

Sebastian Mittag

Der FC Bayern stellt die Weichen für die Zeit nach Leon Goretzka – und hat intern offenbar bereits eine Lösung für das zentrale Mittelfeld parat.

Nach Informationen von Transfermarkt.de planen die Münchner fest mit Noel Aseko, der aktuell per Leihe bei Hannover 96 spielt und dort zu den auffälligsten Mittelfeldspielern der 2. Bundesliga zählt.

Der 20-Jährige überzeugt in Hannover nicht nur mit Konstanz, sondern auch mit Produktivität. Beim jüngsten 3:1-Heimsieg gegen Holstein Kiel sammelte Aseko seine Saisonscorer sechs und sieben. Insgesamt gehört er zu den wertvollsten Spielern der Liga und ist aus der Startelf von Trainer Christian Titz kaum wegzudenken. Entsprechend groß ist das Interesse – doch aus Bayern-Sicht ist die Marschroute klar.

Wie Transfermarkt.de berichtet, haben die Münchner im Winter bereits zwei konkrete Angebote für Aseko erhalten, die Sportdirektor Christoph Freund jedoch ablehnte. Neben einem Bundesligisten hatte laut dem Bericht auch Galatasaray Istanbul offiziell angefragt. Weitere Klubs haben sich inzwischen positioniert, doch beim FC Bayern gilt der Mittelfeld-Allrounder als fester Bestandteil der Zukunftsplanung.

Rückkehr nach München fest eingeplant

Hannover 96 besitzt zwar eine Kaufoption in Höhe von rund einer Million Euro, der FC Bayern kann diese jedoch über eine vertraglich fixierte Rückkaufklausel für 2,4 Millionen Euro aushebeln. Genau davon wollen die Münchner im Sommer Gebrauch machen. Ein Verbleib in Hannover über die laufende Saison hinaus ist aus Bayern-Sicht aktuell ausgeschlossen.

Der Hintergrund: Durch den bereits feststehenden Abschied von Leon Goretzka öffnet sich im zentralen Mittelfeld eine Tür. Aseko soll diese Chance bekommen. Beim Rekordmeister ist man überzeugt, dem variabel einsetzbaren Youngster ab Sommer eine realistische Perspektive auf Einsatzzeiten bieten zu können. Auch deshalb scheint ein externer Transfer, etwa von Herthas Top-Talent Kennet Eichhorn, vorerst kein Thema mehr zu sein.

Intern genießt Aseko hohes Ansehen. Seine Spielweise, die immer wieder mit der von N’Golo Kanté verglichen wird, passt ins Profil: laufstark, zweikampfstark, taktisch flexibel und inzwischen auch mit Offensivoutput. Für die Bayern ist er kein reines Perspektivprojekt mehr, sondern ein Spieler, dem man den nächsten Schritt zutraut.

Interesse an Aseko wächst – Bayern bleibt ruhig

Dass Hannover den Leistungsträger gerne halten würde, ist kein Geheimnis. Geschäftsführer Jörg Schmadtke erklärte zuletzt mit Blick auf einen möglichen Verbleib lediglich: „Es gibt Hoffnung.“ Konkreter wurde er dabei bewusst nicht. Gedankenspiele über eine Verlängerung der Leihe sind in München nach Transfermarkt-Informationen derzeit jedoch kein Thema.

Noel Aseko
Foto: IMAGO

Gleichzeitig wächst das internationale Interesse. Klubs wie Brighton & Hove Albion und West Ham United haben sich bereits nach Aseko erkundigt, ebenso mehrere Bundesligisten sowie der FC Villarreal. Sollte der Mittelfeldspieler im Sommer doch fest wechseln, wäre eine Ablöse im zweistelligen Millionenbereich realistisch. Allein im vergangenen Jahr stieg sein Marktwert von 900.000 Euro auf sechs Millionen Euro.

Für den FC Bayern ist das aktuell zweitrangig. Der Fokus liegt klar auf der sportlichen Entwicklung – und auf der Rückkehr an die Säbener Straße. Aseko soll im Sommer nicht verkauft, sondern integriert werden. Vieles deutet darauf hin, dass die Münchner den Goretzka-Abgang intern auffangen wollen – mit einem Spieler aus den eigenen Reihen.

Teile diesen Artikel