BVB statt Bayern? Bundesliga-Transfer nimmt überraschende Wendung

Vjekoslav Keskic

Fisnik Asllani zählt in dieser Bundesliga-Saison zu den auffälligsten Offensivspielern. Der 23-Jährige hat sich bei der TSG Hoffenheim nicht nur als Torjäger, sondern auch als spielintelligenter Verbindungsspieler etabliert und damit Begehrlichkeiten geweckt. Sowohl der FC Bayern als auch Borussia Dortmund beschäftigen sich seit Monaten mit dem kosovarischen Nationalspieler. Doch während die Spur nach München zunehmend abkühlt, könnte ausgerechnet der BVB von dieser Entwicklung profitieren.

Wie der kicker berichtet, ist ein Wechsel zum FC Bayern inzwischen eher unwahrscheinlich. Zwar schätzen die Münchner Asllanis Technik, seine Übersicht und seine Ruhe im letzten Drittel, doch im Gesamtpaket passt der Angreifer offenbar nicht ideal ins Anforderungsprofil von Vincent Kompany. Unter dem Belgier steht ein intensiver, temporeicher Spielstil im Fokus, bei dem Dynamik und Antritt eine zentrale Rolle spielen. Genau hier sehen die Bayern-Bosse bei Asllani Defizite.

Hinzu kommt die Kadersituation an der Säbener Straße. Durch die Vertragsverlängerung von Serge Gnabry und die langfristige Planung mit Harry Kane, Jamal Musiala und weiteren Offensivkräften besteht aktuell kein akuter Handlungsbedarf. Intern soll man deshalb zu dem Schluss gekommen sein, dass ein Transfer – trotz der sportlichen Qualität Asllanis – nicht priorisiert wird. Der Rekordmeister beobachtet den Markt zwar weiter, setzt seine finanziellen Mittel jedoch gezielter ein.

Dortmund wittert die Chance

Fisnik Asllani
Foto: IMAGO

Ganz anders stellt sich die Lage in Dortmund dar. Der BVB sucht perspektivisch nach Lösungen für die Offensive, insbesondere mit Blick auf einen möglichen Abgang von Serhou Guirassy im Sommer. Asllani gilt dabei als spannendes Profil: körperlich robust, technisch sauber und mit einem guten Gespür für Räume im Strafraum. Zudem verfügt der Hoffenheim-Stürmer über eine vertraglich fixierte Ausstiegsklausel, die einen Wechsel im Sommer 2026 für eine Summe zwischen 25 und 29 Millionen Euro ermöglicht.

Für Borussia Dortmund wäre dies ein finanziell darstellbares Szenario, zumal Asllani noch Entwicklungspotenzial mitbringt und nicht zwingend sofort die Rolle des alleinigen Fixpunkts übernehmen müsste. Gerade im BVB-System, das weniger strikt auf Höchsttempo ausgelegt ist als das von Kompany, könnten seine Stärken besser zur Geltung kommen.

Asllani selbst gibt sich derweil betont zurückhaltend. Im Gespräch mit RTL/ntv und zeigte er sich zwar geschmeichelt von den Gerüchten, machte aber klar: „Klar kriegt man so was mit. Es ehrt mich natürlich und macht mich ein Stück weit auch stolz, wenn ich solche Sachen lese.“ Gleichzeitig betonte der gebürtige Berliner, dass sein Fokus aktuell voll auf Hoffenheim liege. „Mein Fokus ist ganz klar auf der TSG Hoffenheim, auf den kommenden Spielen, den kommenden Wochen und Monaten.“

Noch ist offen, wohin der Weg des 1,91 Meter großen Angreifers führt. Klar scheint jedoch: Während der FC Bayern zunehmend Abstand nimmt, öffnet sich für Dortmund eine realistische Tür.

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