Der FC Bayern steht erstmals seit 2020 wieder im Halbfinale des DFB-Pokals. Der Rekordmeister setzte sich im Viertelfinale mit 2:0 gegen RB Leipzig durch und beendete damit eine lange Durststrecke im Wettbewerb. In einer intensiven Partie fiel die Entscheidung binnen weniger Minuten nach der Pause.
Vincent Kompany vertraute im Vergleich zum 5:1-Erfolg gegen Hoffenheim derselben Startelf. Manuel Neuer begann im Tor, davor verteidigten Stanisic, Upamecano, Tah und Davies. Auch im Mittelfeld setzte der Belgier erneut auf die Doppelsechs mit Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic, offensiv starteten Olise, Gnabry und Díaz hinter Harry Kane.
Die Gäste legten forsch los und jubelten bereits nach vier Minuten. Diomande setzte sich stark durch, der Ball landete bei Baumgartner, der aus halbrechter Position einschob. Doch der VAR griff ein und kassierte den Treffer wegen einer knappen Abseitsstellung ein. Leipzig blieb in dieser Phase gefährlich, Orbán köpfte nach einer Ecke an den Pfosten (14.) – die Bayern hatten Glück.
Mit zunehmender Spielzeit übernahmen die Münchner die Kontrolle. Kane kam nach einer Kimmich-Ecke zum Kopfball, wenig später wurde ein abgefälschter Abschluss des Engländers auf der Linie geklärt. Pavlovic prüfte Vandevoordt aus der Distanz, kurz vor der Pause parierte der Leipziger Keeper auch gegen Kane stark. Dennoch ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.
Kane eiskalt, Diaz mit Durchsetzungsvermögen

Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst eng. Gnabry zwang Vandevoordt aus zentraler Position zu einer starken Parade (58.), ehe Leipzig beinahe selbst in Führung ging: Nach einem Freistoß von Raum setzte Romulo einen wuchtigen Kopfball an die Latte (62.). Die Partie stand auf Messers Schneide und kippte nur Sekunden später.
Stanisic wurde mit einem langen Ball halbrechts in den Strafraum geschickt, legte sich das Leder am herausstürzenden Vandevoordt vorbei und wurde vom Keeper klar getroffen. Der Leipziger Schlussmann sah für das Foul zudem die Gelbe Karte. Schiedsrichter Siebert zeigte auf den Punkt. Kane übernahm gewohnt die Verantwortung, wartete die Bewegung des Keepers ab und verwandelte souverän unten rechts zum 1:0 (64.).
Leipzig musste nun aufmachen und wurde bestraft. Olise spielte von der rechten Seite einen präzisen Pass in den freien Raum. Díaz behauptete sich robust gegen Orbán, zog aus rund elf Metern mit links ab und traf ins rechte Eck zum 2:0 (67.).
Bayern bringt Führung souverän über die Zeit
In der Folge wurde es hitzig. Nach einem Foul von Seiwald an Musiala kam es zu einer Rudelbildung, mehrere Akteure sahen Gelb – darunter Pavlovic, Romulo und Lukeba. Kompany reagierte und brachte Musiala sowie Laimer, später ersetzte Leon Goretzka den verwarnten Pavlovic. Auf Leipziger Seite kamen Banzuzi, Gruda und Harder für die Schlussphase ins Spiel, kurz vor Ende ersetzten Gomis und Bitshiabu die verwarnten Baumgartner und Lukeba. In der Nachspielzeit kam zudem Hiroki Ito für Davies, beide Trainer schöpften ihr Wechselkontingent aus.
Sportlich passierte danach wenig Zwingendes. Davies bediente Olise noch einmal mit einer halbhohen Flanke, doch dessen Abschluss flog am rechten Pfosten vorbei (76.). Baku versuchte es nach einer Ecke aus der Distanz, verfehlte das Tor jedoch deutlich. Siebert ließ sechs Minuten nachspielen, doch Leipzig blieb ungefährlich. Kane und Laimer sahen in der Schlussphase noch Gelb wegen Meckerns, ehe der Schiedsrichter nach 90+7 Minuten abpfiff.
Für den FC Bayern geht es am Samstag in der Bundesliga auswärts beim SV Werder Bremen weiter. RB Leipzig empfängt am Sonntag den VfL Wolfsburg.
