Kader der Zukunft: Matthäus empfiehlt Bayern diese drei Neuzugänge

Sebastian Mittag

Der FC Bayern arbeitet bereits intensiv am Kader der kommenden Jahre. Während sich die Münchner zuletzt vor allem mit Vertragsverlängerungen und einzelnen Abgängen beschäftigt haben, blickt Lothar Matthäus schon einen Schritt weiter.

Der Rekordnationalspieler hat in der Sport BILD einen klaren Plan skizziert, wie der Rekordmeister seinen Kader gezielt und vergleichsweise kostengünstig verstärken könnte.

Das Grundfazit von Matthäus fällt dabei deutlich aus. Aus seiner Sicht braucht es keinen radikalen Umbruch, sondern punktuelle Eingriffe. „Bayern kann den Kader mit wenigen, kostengünstigen Spielern verstärken“, lautet seine Einschätzung. Konkret nennt er ein Trio, das aus seiner Sicht perfekt ins Profil passen würde: Xaver Schlager, Bazoumana Touré und Fisnik Asllani.

Dazu kommt für Matthäus eine klare Kaderstrategie. Mit Manuel Neuer, Harry Kane, Raphael Guerreiro und Sven Ulreich sollte jeweils um ein Jahr verlängert werden. Gleichzeitig sieht er auf der Abgabenseite Handlungsbedarf. Alexander Nübel, Daniel Peretz und Sacha Boey nennt er als Verkaufskandidaten. Für Matthäus ergibt sich daraus ein stimmiges Gesamtbild: „Das wären die Bayern der Zukunft.“

Schlager als Goretzka-Ersatz im Mittelfeld

Ein zentraler Punkt in Matthäus’ Überlegungen ist der bevorstehende Abschied von Leon Goretzka. Der Vertrag des 31-Jährigen wird nicht verlängert, was aus Sicht des früheren Bayern-Kapitäns eine Lücke hinterlässt. „Im Mittelfeld hat Vincent Kompany für die Doppelsechs neben Kimmich noch Pavlovic und Bischof zur Verfügung“, analysiert Matthäus. „Da fehlt dir im Kader nach dem Goretzka-Abgang noch einer.“

Sein Vorschlag: Xaver Schlager von RB Leipzig. Der 28-Jährige wäre ablösefrei zu haben und bringt genau das Profil mit, das Matthäus im aktuellen Bayern-Kader vermisst. „Schlager ist ablösefrei und ein ähnlicher Typ wie Laimer, der als Rechtsverteidiger gebraucht wird. Schlager ist ein Mentalitätsspieler und sehr gut gegen den Ball. Er bringt was mit, das Kimmich, Pavlovic und Bischof nicht haben.“

Touré als Perspektivspieler hinter Diaz

Auch in der Offensive sieht Matthäus punktuellen Bedarf – allerdings nicht bei jedem Talent, das gehandelt wird. So rät er ausdrücklich von einem schnellen Bayern-Wechsel von Said El Mala ab. „Ich würde ihm nicht raten, jetzt schon zu Bayern zu gehen“, stellt Matthäus klar. „An Diaz kommt er zurzeit noch nicht vorbei. El Mala braucht in seinem Alter Spielpraxis.“

Stattdessen empfiehlt er einen anderen Namen aus der Bundesliga. Über Bazoumana Touré von der TSG Hoffenheim sagt Matthäus: „Ich habe gehört, dass Bayern Interesse an Hoffenheims Touré haben soll. So eine Verpflichtung würde für mich Sinn machen. Touré hat bei der TSG gezeigt, dass er Potenzial hat. Hinter Diaz könnte er sich entwickeln und für die Zukunft aufgebaut werden.“

Asllani statt Jackson als Kane-Backup

Auch die Rolle hinter Harry Kane ist für Matthäus noch nicht ideal besetzt. Nicolas Jackson überzeugt ihn in München bislang nicht. „Jackson kommt in München einfach nicht so richtig an, passt auch nicht wirklich rein. Ich glaube, dass Bayern für die Rolle als Kane-Back-up einen spielerisch stärkeren Spieler braucht“, erklärt er.

Fisnik Asllani
Foto: IMAGO

Sein Favorit ist erneut ein Hoffenheimer. „Ich sehe da eher den Hoffenheimer Fisnik Asllani“, so Matthäus. Der 23-Jährige bringe genau das Profil mit, das Bayern mittelfristig brauche. „Asllani ist genau der Spielertyp, der neben Kane passen könnte. Er ist ein junger, aufstrebender Spieler, der noch Luft nach oben hat. Gib ihm mal zwei Jahre bei Bayern München, und wenn dann Harry Kane irgendwann aufhören sollte, hast du vielleicht den Nachfolger schon in den eigenen Reihen.“

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