Der Abgang von Luis Diaz zum FC Bayern wirkt beim FC Liverpool weiter nach. Nun hat sich auch Trainer Arne Slot dazu geäußert, wie sehr der englische Topklub den kolumbianischen Flügelspieler vermisst – und warum sich die Reds dennoch bewusst für den Verkauf entschieden haben.
Auf die Frage, ob Liverpool Diaz sportlich fehle, antwortete Slot offen: „Gute Spieler vermisst man immer. Er war in der letzten Saison sehr wichtig für uns, aber er war nicht der Einzige. Es gab noch weitere Spieler, die Einfluss auf unsere Ergebnisse hatten.“ Gleichzeitig machte der Niederländer deutlich, dass der Klub den Abgang nicht als singulären Einschnitt sieht. „Aber ich denke, wir haben sie durch ebenfalls sehr gute Spieler ersetzt.“
Slot ordnete den Transfer zudem grundsätzlich ein und verwies auf das Geschäftsmodell der Reds. „Luis Diaz ist ein weiteres Beispiel dafür, wie dieser Verein geführt wird. Wenn dieser Verein für einen 28-Jährigen ein solches Angebot erhält, dann entscheidet sich dieser Verein, da er auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist, dafür, einen Spieler zu verkaufen, und damit sind wir eine Ausnahme in der Premier League, insbesondere an der Spitze der Premier League“, erklärte der Liverpool-Coach. Gerade dieses Vorgehen sei aus seiner Sicht ein Erfolgsfaktor: „Aber deshalb ist es auch so schön, dass wir mit diesem Modell das erreichen konnten, was wir in den letzten Jahren erreicht haben.“
Luis Diaz glänzt beim FC Bayern

Dass Diaz sportlich weiterhin auf höchstem Niveau performt, überrascht Slot hingegen nicht – im Gegenteil. „Aber er macht sich sehr gut beim FC Bayern, und das überrascht mich nicht“, sagte er mit Blick auf die starken Auftritte des 29-Jährigen in München.
Beim FC Bayern hat sich Diaz seit seinem Wechsel schnell zu einem der prägenden Offensivspieler entwickelt. Mit Toren, Vorlagen und hoher Intensität passt er ideal in das Spiel von Vincent Kompany und gilt intern längst als absoluter Unterschiedsspieler. Während die Münchner von der Verpflichtung profitieren, zeigt sich in Liverpool immer deutlicher, wie schwer der Verlust sportlich wie emotional wiegt.
