Streik-Chaos vor Pokal-Duell: Kompany will Bayern-Fans mit Leistung belohnen

Vjekoslav Keskic

Das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig steht nicht nur sportlich unter besonderen Vorzeichen. Ein ganztägiger Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr in München zwingt alle Beteiligten zu Anpassungen – auch die Mannschaft von Vincent Kompany.

Der Bayern-Trainer kündigte vor der Partie am Mittwochabend an, dass sich der Mannschaftsbus früher als gewohnt auf den Weg zur Allianz Arena machen wird. „Wir werden sicherlich auch früher zum Stadion fahren“, erklärte Kompany auf der Pressekonferenz am Dienstag. Die Maßnahme sei eine direkte Reaktion auf die angespannte Verkehrslage rund um das Stadion.

Kompany mit klarer Botschaft an die Fans

Für den Belgier steht dabei vor allem eines im Mittelpunkt: die Anhänger. „Das Wichtigste ist natürlich, dass alle gesund und gut zum Spiel kommen“, sagte Kompany mit Blick auf die erwarteten rund 75.000 Zuschauer. Der Bayern-Coach zeigte Verständnis für den zusätzlichen Aufwand, den viele Fans auf sich nehmen müssen – und formulierte zugleich einen Anspruch an sein Team: „Ich hoffe, dass die Leistung dann auch da ist für unsere Fans, die sich die Mühe machen, um zum Stadion zu kommen.“

Damit machte Kompany deutlich, dass die äußeren Umstände keine Ausrede sein sollen. Vielmehr sieht er das Spiel als Gelegenheit, den Anhängern trotz erschwerter Bedingungen etwas zurückzugeben.

Sondermaßnahmen bestätigen Ausnahmesituation

Allianz Arena
Foto: IMAGO

Auslöser der Situation ist ein von Verdi ausgerufener Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr, der insbesondere Busse und U-Bahnen betrifft. Da ein Großteil der Fans üblicherweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Allianz Arena anreist, rechnet der Klub mit erheblichen Einschränkungen bei An- und Abreise.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft reagiert mit Sondermaßnahmen. Am Abend wird ein eingeschränkter U-Bahn-Sonderbetrieb eingerichtet, zudem werden zusätzliche Busse eingesetzt. Auch der bekannte Shuttle-Service ab der S-Bahn-Station Donnersberger Brücke wird aufgestockt. Darüber hinaus stellt der FC Bayern zusätzliche Shuttlebusse vom nahegelegenen Campus zur Verfügung.

Trotzdem warnt der Klub vor Verzögerungen. Der FC Bayern appelliert an alle Fans, deutlich mehr Zeit einzuplanen und – wenn möglich – Fahrgemeinschaften zu bilden. Das Pokalspiel gegen Leipzig wird damit nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch zur Herausforderung.

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