Der FC Bayern beschäftigt sich weiter mit Yan Diomande – und aus Leipzig kommen nun neue Hinweise, warum sich im Sommer eine Tür für die Münchner öffnen könnte.
Nach Informationen der Sport BILD hängt die Zukunft des RB-Topstars maßgeblich an der sportlichen und finanziellen Entwicklung der Sachsen.
Klar ist demnach: Sollte RB Leipzig die Champions League verpassen, gerät der Klub erheblich unter Druck. Um finanziell ausgeglichen zu agieren, müssten im kommenden Sommer Transfererlöse in einer Größenordnung von rund 200 Millionen Euro erzielt werden. Die Konsequenz wäre eindeutig: Leipzig müsste seine besten Spieler verkaufen – allen voran Yan Diomande.
Der 19-Jährige war erst im vergangenen Sommer für rund 20 Millionen Euro von CD Leganés verpflichtet worden, hat sich aber in kürzester Zeit an die Bundesliga angepasst. Mit acht Toren und sechs Vorlagen ist der Ivorer aktuell zweitbester Scorer der Leipziger. Vor allem seine explosiven Dribblings haben längst das Interesse zahlreicher europäischer Spitzenklubs geweckt.
Große Konkurrenz – Bayern mit klarer Grenze
Diomande steht laut Sport BILD in den Notizbüchern nahezu aller Topvereine. Besonders intensiv sollen das Scouting und der Austausch mit dem Spielerumfeld beim FC Liverpool, FC Arsenal, Paris Saint-Germain und Real Madrid sein. Auch der FC Bayern hat den Außenstürmer auf dem Zettel.
Allerdings haben die Münchner laut dem Bericht intern eine klare Schmerzgrenze definiert. Bei einer Ablösesumme jenseits der 60 Millionen Euro würden die Bayern aus dem Poker aussteigen. Genau hier könnte sich jedoch eine neue Dynamik ergeben – abhängig davon, wie groß Leipzigs Verkaufsdruck im Sommer tatsächlich wird.

Offiziell heißt es bei RB, man werde Diomande nur im Fall eines „unmoralischen Angebots“ abgeben. Intern sollen jedoch viele Verantwortliche davon ausgehen, dass das Super-Juwel nicht zu halten ist, sobald ein großer Klub ernst macht und ein konkretes Angebot auf den Tisch legt. Verpasst Leipzig zudem die Champions League, gilt ein Verbleib des Flügelspielers laut Sport BILD als nahezu ausgeschlossen.
Beraterwechsel als weiteres Signal
Ein weiteres Detail unterstreicht die zunehmende Bewegung rund um Diomande. Der Offensivspieler hat kürzlich seinen Berater gewechselt und wird nun von der Agentur Roc Nation vertreten, die dem Rapper Jay-Z gehört. Dort stehen auch Stars wie Vinicius Junior oder Kevin De Bruyne unter Vertrag – ein Umfeld, das auf große internationale Transfers spezialisiert ist.
Doch selbst eine Champions-League-Qualifikation würde Leipzig offenbar nicht vollständig aus der Verkaufspflicht befreien. Nach Informationen der Sport BILD planen die RB-Bosse selbst im Erfolgsfall mit Transfereinnahmen von rund 100 Millionen Euro – deutlich mehr als bislang öffentlich bekannt war.
Für den FC Bayern ergibt sich daraus eine klare Konstellation: Sollte Leipzig finanziell liefern müssen und der Preis für Diomande unter die interne Bayern-Grenze fallen, könnten die Münchner plötzlich bessere Karten haben als zunächst angenommen. Ob es am Ende zu einem konkreten Vorstoß kommt, dürfte vor allem vom Saisonfinale der Leipziger abhängen.
