Der FC Bayern steht im Halbfinale des DFB-Pokals – und die Stimmung an der Säbener Straße ist entsprechend selbstbewusst. In der Mixed Zone sprach Joshua Kimmich nicht nur über das Sportliche, sondern auch über die Zukunft von Dayot Upamecano und die Qualitäten von Neuzugang Luis Díaz. Dabei fand der Mittelfeldchef deutliche Worte.
Angesprochen auf die Zukunft von Dayot Upamecano machte Kimmich keinen Hehl daraus, wie er die Situation einschätzt. Er habe „ein, zwei Mal“ mit seinem Teamkollegen gesprochen, erklärte der 30-Jährige – und stellte klar: „Er kennt meine Meinung.“
Für Kimmich ist die Sache eindeutig. Aus seiner Perspektive sei ein Verbleib in München „natürlich die richtige Entscheidung“. Gleichzeitig zeigte er Verständnis dafür, dass nicht alle Faktoren von außen zu beurteilen seien. „Ich kann aber nicht alle Faktoren aus seiner Perspektive beurteilen, die da eine Rolle spielen“, so der DFB-Kapitän.
Dann folgte eine klare Liebeserklärung an den Klub: „Ich glaube, das Paket Bayern München ist im Moment sehr, sehr sexy.“ Kimmich zählte dabei nicht nur den Verein selbst auf, sondern auch die Stadt, die Fans, die Mannschaft und den Trainer. „Das macht schon große Freude, wenn man Teil dieser Gruppe sein darf“, betonte er.
In einer Phase, in der es sportlich läuft und die Mannschaft in allen Wettbewerben in aussichtsreicher Position ist, sendet Kimmich damit ein klares Signal. Der FC Bayern präsentiert sich als attraktives Gesamtpaket – sportlich wie strukturell.
Díaz begeistert Kimmich mit Energie und Mentalität

Neben der Personalie Upamecano schwärmte Kimmich auch von Luis Díaz. Der kolumbianische Offensivspieler bringt aus Sicht des Bayern-Stars genau die Mentalität mit, die in entscheidenden Saisonphasen gefragt ist.
„Extremer Energiespieler“, beschrieb Kimmich den Neuzugang. Besonders beeindruckend: Díaz sei völlig unabhängig vom Spielstand. „Ob wir 3:0 führen oder 2:0 hinten liegen – der gibt immer alles.“ Diese Konstanz in Einsatz und Intensität mache ihn so wertvoll.
Kimmich hob vor allem die Einstellung des Offensivmannes hervor. Díaz wolle sich „in jeden Zweikampf reinhauen“, sei sich „für keinen Lauf zu schade“ und bringe eine ansteckende Fußballfreude mit. „Diese Fußballfreude, die ist schon ansteckend bei ihm“, erklärte Kimmich.
Am Ende fasste er seine Eindrücke mit einem Satz zusammen, der viel über die aktuelle Stimmung im Team verrät: „Bei ihm habe ich echt das Gefühl, er freut sich alle drei Tage Fußball spielen zu dürfen. Das ist schon geil.“
Mit solchen Typen und einer geschlossenen Mannschaft will der FC Bayern in den kommenden Wochen den nächsten Schritt gehen – und vielleicht tatsächlich wieder eine Saison schreiben, über die man in München noch lange spricht.
