Der FC Bayern hat mit dem 2:0-Erfolg im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. In einer intensiven Partie behaupteten sich die Münchner souverän und zogen erstmals seit 2020 wieder ins Halbfinale ein. Doch nicht nur das sportliche Ergebnis sorgte für Gesprächsstoff – auch eine Aussage von Bastian Schweinsteiger ließ aufhorchen.
Der Weltmeister von 2014 war als ARD-Experte im Einsatz und analysierte vor dem Anpfiff unter anderem Szenen aus der jüngeren Vergangenheit des Rekordmeisters. Als dabei ein Ausschnitt aus der überraschenden 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg eingespielt wurde, fiel eine bemerkenswerte Bemerkung. Schweinsteiger sprach vom FC Bayern als der „zweitbesten Mannschaft Europas“.
Eine Einordnung, die zunächst überrascht – schließlich hatten die Münchner in den Wochen zuvor durchaus Schwankungen gezeigt. Doch Schweinsteiger präzisierte seine Aussage indirekt: Würde er aktuell das beste Team Europas benennen müssen, läge seine Wahl beim FC Arsenal.
Arsenal vor Bayern – aber knapp

Die Begründung liefert ein Blick auf die laufende Champions-League-Saison. Die Gunners dominierten ihre Gruppe, sammelten starke 24 Punkte, kassierten lediglich vier Gegentore und stellten mit 23 Treffern auch offensiv den Bestwert. Auch im direkten Duell mit den Bayern setzte sich Arsenal in der Vorrunde mit 3:1 durch – verdient, wie viele Experten urteilten.
Zudem führt die Mannschaft aus London aktuell das Feld in der Premier League an und präsentiert sich in bestechender Form. Für Schweinsteiger ist das Gesamtpaket offenbar entscheidend – Stabilität, Effizienz und Konstanz auf höchstem Niveau.
Dennoch: Auch der FC Bayern steht international glänzend da. Mit 21 Punkten zogen die Münchner als Gruppenzweiter direkt ins Achtelfinale ein und gehören weiterhin zum engsten Favoritenkreis auf den Henkelpott. Die Mischung aus Erfahrung, individueller Klasse und offensiver Durchschlagskraft macht das Team von Vincent Kompany brandgefährlich.
Mögliches Wiedersehen in der Königsklasse?
Die Frage, ob es im weiteren Verlauf der Champions League zu einem erneuten Aufeinandertreffen zwischen Arsenal und Bayern kommt, bleibt spannend. Ein solches Duell hätte Finalcharakter – zumindest, wenn man Schweinsteigers Ranking zugrunde legt.
Der ehemalige Bayern-Kapitän, der nach seiner glorreichen Zeit in München auch für Manchester United spielte, dürfte im Fall der Fälle klare Sympathien haben. Doch er weiß auch: In den K.-o.-Runden entscheiden oft Nuancen.
Und vielleicht gilt dann genau das, was der Fußball immer wieder zeigt – dass selbst die „zweitbeste Mannschaft Europas“ die beste schlagen kann, wenn im entscheidenden Moment alles zusammenpasst.
