Trotz Upamecano-Verbleib: Schlotterbeck bleibt Thema bei Bayern

Tim Schoster

Ein Wechsel mit Signalwirkung? Nico Schlotterbeck steht bei Borussia Dortmund vor einer richtungsweisenden Entscheidung – und einmal mehr wird auch der FC Bayern ins Spiel gebracht. Nun hat sich Ex-Nationalspieler Thomas Helmer klar positioniert und die Gerüchte um einen möglichen Transfer nach München neu angeheizt.

Schlotterbecks Vertrag beim BVB läuft noch bis Sommer 2027. Eine Verlängerung ist bislang nicht unter Dach und Fach. Bis zur Länderspielpause im März soll laut Medienberichten eine Entscheidung fallen. Im Gespräch mit SPORT1 ließ Helmer durchblicken, dass er nicht an eine langfristige Zukunft des Innenverteidigers im Ruhrgebiet glaubt.

„Da müsste sich in Dortmund einiges ändern. Er will Titel holen. Dafür braucht er in Dortmund eine bessere Mannschaft. Qualitativ sehe ich die Bayern im Moment auf einem ganz anderen Level. Diese Meinung habe ich aber wohl nicht exklusiv“, erklärte der Europameister von 1996. Für den 60-Jährigen ist die sportliche Ausgangslage eindeutig – und spricht aus seiner Sicht eher für den Rekordmeister.

Kein Bekenntnis – und viel Interpretationsspielraum

Nico Schlotterbeck
Foto: IMAGO

Die Dortmunder Verantwortlichen würden Schlotterbeck gerne langfristig binden und perspektivisch noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Doch der 26-Jährige vermeidet bislang ein klares Bekenntnis zum BVB. Für Helmer ist das absolut nachvollziehbar.

„Ich finde, das ist sein gutes Recht. Er hat noch einen Vertrag bis 2027. Ich finde es nachvollziehbar, dass er sich das ganz genau anguckt, um dann eine Entscheidung zu treffen“, sagte er. Gerade ein Spieler mit Ambitionen auf Titel und internationale Erfolge werde seine Optionen sorgfältig prüfen.

Auch die sich anbahnende Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern sieht Helmer nicht als Hindernis. „Viele sagen, dass die Tür zu den Bayern wegen Upamecano zu ist. Das sehe ich anders. Sportlich würde das weiterhin sehr gut passen“, betonte er. Zwar hätten die Münchner dann ein Überangebot im Abwehrzentrum, „nur Schlotterbeck dazuholen geht natürlich nicht und macht auch keinen Sinn“. Entscheidend sei vielmehr die Frage, ob Bayern bereit wäre, die notwendige Ablöse zu investieren.

Viel Qualität – aber auch ein hoher Preis

Zum Abschluss machte Helmer deutlich, dass aus seiner Sicht grundsätzlich wenig gegen einen Wechsel nach München sprechen würde. „Nichts gegen einen Wechsel nach München spricht. Außer, dass sie aktuell zumindest genügend Innenverteidiger haben und dass er viel Geld kostet.“

Damit ist die Debatte neu entfacht. Klar ist: Sollte Schlotterbeck seinen Vertrag in Dortmund nicht verlängern, würde sich der Druck auf den BVB erhöhen – und der FC Bayern könnte plötzlich wieder eine ernsthafte Option werden.

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