Der FC Bayern hat im DFB-Pokal ein deutliches Signal gesetzt. Beim 2:0 gegen RB Leipzig überzeugten die Münchner vor allem nach der Pause. Jonathan Tah fand anschließend klare Worte und richtete den Blick bereits nach Berlin.
Erstmals seit 2020 steht der FC Bayern wieder im Halbfinale des DFB-Pokals. Im Viertelfinale setzte sich der Rekordmeister mit 2:0 gegen RB Leipzig durch. Nach einer umkämpften ersten Halbzeit fiel die Entscheidung innerhalb weniger Minuten nach dem Seitenwechsel.
Jonathan Tah hob nach der Partie bei Sky zunächst die Qualität des Gegners hervor: „Sie machen es auf jeden Fall gut. Sie bringen die richtige Intensität in das Spiel rein, stellen uns vor Aufgaben.“ Leipzig hatte früh getroffen, doch der VAR kassierte den Treffer wegen Abseits, später rettete zudem der Pfosten für die Münchner.
Der Innenverteidiger erklärte, dass die Bayern dennoch ein klares Gefühl für den entscheidenden Moment entwickelt hätten: „Es gibt einen Zeitpunkt im Spiel, wo wir es schaffen, sie zu brechen irgendwie durch eine Aktion, die wir haben, durch den Elfmeter dann. Und ab diesem Zeitpunkt merken wir dann, okay, das Spiel ist auf unserer Seite.“
Schon zuvor habe sich das abgezeichnet: „Wir sind kurz davor, es wird dieser Moment kommen und dann wird sich das Spiel komplett in unsere Richtung drehen. Und genau so ist es heute auch wieder gewesen.“ Harry Kane verwandelte den Strafstoß zur Führung, wenig später erhöhte Luis Díaz auf 2:0.
Tah in einer Phase, „wo ich mich extrem gut fühle“

Für Tah ist das Erreichen des Halbfinals nur ein Zwischenschritt. „Ja, das ist natürlich etwas Besonderes, nach Berlin zu kommen. Das ist zu lange her hier und deswegen ist das natürlich ganz klar unser Ziel, dass wir da sind und das Ding dann natürlich auch am Ende holen.“ Dabei betonte der 30-Jährige auch die Mentalität im Team: „Das haben wir heute gezeigt, wie gierig wir auch darauf sind, wieder da zu sein, weil es einfach schön ist, da zu sein.“
Angesichts der Offensivqualität vor ihm stellte Tah zudem sein Rollenverständnis klar. „Nee, geistig zurücklehnen dürfen wir uns nicht. Genießen darfst du mal so. Ja, genießen tue ich es auf jeden Fall.“ Seine Aufgabe formulierte er deutlich: „Ich sorge dafür, dass wir hinten keine Tore kriegen und die sollen Spaß haben vorne und die Dinger weiter rein machen.“
Auf mögliche Vergleiche mit Lothar Matthäus mit Blick auf sein Alter und seine starken Leistungen wollte sich der Innenverteidiger nicht einlassen. „Ich möchte mich nicht vergleichen, auf keinen Fall. Aber natürlich habe ich das Gefühl, ich bin in einer Phase, wo ich mich extrem gut fühle, wo ich extrem viel Erfahrung sammeln durfte und einfach genieße, Fußball zu spielen.“
