Der FC Bayern arbeitet im Hintergrund längst am Kader der Zukunft – und dabei rücken nicht nur externe Transferziele in den Fokus. Mit Noel Aseko könnte ein internes Projekt plötzlich an Bedeutung gewinnen. Sportdirektor Christoph Freund hat nun deutlich gemacht, dass der 20-Jährige eine ernsthafte Option für die kommende Saison darstellt.
Im Gespräch mit Sky äußerte sich Freund zur möglichen Nachfolge von Leon Goretzka, der den Rekordmeister im Sommer verlassen wird. „Es ist eine gewisse Zeit hin, aber wir haben da sehr, sehr interessante eigene Spieler bei uns oder auch verliehen. Die finale Kaderplanung wird im Mai und Juni passieren, aber es ist schön, dass wir da einige Kandidaten in den eigenen Reihen haben“, erklärte der Österreicher.
Einer dieser Kandidaten ist Aseko. Der deutsche U21-Nationalspieler ist derzeit an Hannover 96 verliehen und hat sich dort in der laufenden Saison festgespielt. Die Niedersachsen verfügen über eine Kaufoption in Höhe von einer Million Euro, die aller Voraussicht nach gezogen werden soll. Doch entscheidend ist: Die Bayern besitzen ein Rückkaufrecht – für rund 1,4 Millionen Euro könnte Aseko unmittelbar zurück an die Säbener Straße wechseln.
Freund lobt Entwicklung und Mentalität

FCB-intern ist man mit der Entwicklung des zentralen Mittelfeldspielers offenbar hochzufrieden. „Noel macht es richtig gut, hat sich richtig gut in die Mannschaft hereingespielt und steigert sich von Spiel zu Spiel. Er ist auch immer wieder an Toren beteiligt und bringt eine Aggressivität und eine Note mit, die sehr interessant für uns ist. Wir werden ihn weiter intensiv verfolgen, sind auch in gutem Kontakt. Es ist ein sehr interessanter Spieler von uns“, betonte Freund.
Auffällig ist dabei vor allem die Wortwahl. Aggressivität, Dynamik, Torgefahr – Attribute, die im Bayern-Mittelfeld zuletzt nicht immer konstant vorhanden waren. Genau diese Mischung könnte Aseko perspektivisch in die Rolle eines Box-to-Box-Spielers bringen, der sowohl defensiv Akzente setzt als auch im Offensivspiel präsent ist.
Die Entscheidung über seine Zukunft wird erst im Frühsommer fallen, wenn die finale Kaderplanung abgeschlossen ist. Klar ist jedoch: Der FC Bayern prüft sehr genau, ob er die interne Lösung zieht, anstatt Millionen in einen externen Neuzugang zu investieren.
