Im Sommer Schluss? So plant Bayern die Neuer-Zukunft

Sebastian Mittag

Manuel Neuer wird im März 40 Jahre alt – sportlich ist davon jedoch kaum etwas zu sehen. Trotzdem stellt sich beim FC Bayern zunehmend die Frage, wie es über die laufende Saison hinaus weitergeht.

Vor dem Bundesliga-Spiel bei Werder Bremen äußerten sich Trainer Vincent Kompany und Sportdirektor Christoph Freund nun zur Zukunft des Kapitäns – und machten deutlich, dass es aktuell keinen Zeitdruck gibt.

Kompany wollte sich nicht auf Spekulationen einlassen und stellte den sportlichen Wert des 39-Jährigen in den Vordergrund: „In diesen Fällen, das gilt für jeden Spieler, speziell wenn man die Karriere hat, die Manu hat, spricht man nicht über die nächste Saison. Man spricht und genießt das, was man hat. Im Moment habe ich den besten Torhüter in Deutschland. Wir sind noch in drei Wettbewerben und ich werde nicht zu viel Energie darauf verschwenden, über die nächste Saison zu sprechen. Für mich geht es darum, zu genießen, was Manu leistet und dass er Teil des Teams ist.“

Die Botschaft ist klar: Der Fokus liegt auf der Gegenwart – und die hat es in sich. Bayern kämpft noch in Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal um Titel. In dieser Phase will der Trainer keine Unruhe durch Zukunftsdebatten aufkommen lassen.

Freund: „Wir haben keinen Stress“

Auch Sportdirektor Christoph Freund betonte, dass man die Situation gemeinsam und ohne Druck bewerten wolle: „Manu ist ein ganz wichtiger Bestandteil und wir genießen, dass er bei uns ist. Auch die Konstellation unserer Torhüter ist ganz speziell, auch mit Jonas Urbig und Sven Ulreich. Da ist eine besondere Energie drin. Wir haben keinen Stress, Manu fühlt in sich hinein und kennt seinen Körper am besten.“

Jonas Urbig, Manuel Neuer
Foto: IMAGO

Damit knüpft Freund an frühere Aussagen aus der Klubführung an. Bereits zuletzt hatte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen betont, dass Neuer und der Verein sich bewusst Zeit lassen wollen. Eine Entscheidung soll in Ruhe während der Saison getroffen werden.

Im Hintergrund läuft der Generationenwechsel behutsam weiter. Jonas Urbig gilt intern als designierter Nachfolger und sammelt Schritt für Schritt Erfahrung. Gleichzeitig ist Sven Ulreich als verlässlicher Backup weiterhin Teil des Torhüterteams. Die Hierarchie ist klar, die Übergabe perspektivisch vorbereitet – aber nicht forciert.

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