VAR-Debatte in der Bundesliga: Bayern-Coach Kompany bezieht klar Position

Vjekoslav Keskic

Vincent Kompany hat sich vor dem Bundesliga-Duell des FC Bayern bei Werder Bremen deutlich zur VAR-Debatte geäußert – und dabei eine klare Haltung eingenommen. Während die Diskussionen um den Video-Assistenten in Deutschland regelmäßig hochkochen, sieht der Bayern-Trainer keinen Grund zur Fundamentalkritik.

„Ich finde nicht, dass es in Deutschland besonders schlimm ist“, betonte der 39-Jährige vor dem Nord-Süd-Schlager. Kompany verwies dabei auf seine Erfahrungen in Belgien und in der Premier League: „In den Ligen in Belgien und England hat es in meiner Zeit dort viel länger gedauert, bis Entscheidungen getroffen wurden. Ich finde nicht, dass der VAR hier den Spielfluss zu sehr unterbricht.“

Gerade nach den jüngsten Diskussionen rund um strittige Szenen – etwa im DFB-Pokal – war die Thematik erneut aufgeflammt. Kompany zeigte Verständnis für den Frust vieler Fans, ordnete die Problematik jedoch sachlich ein.

„Man sieht einen Clip in voller Geschwindigkeit und dann wird er Bild für Bild verlangsamt, sodass man plötzlich andere Bilder bekommt. Das sorgt für verschiedene Meinungen“, erklärte der Belgier. Die Vielzahl an Perspektiven und Zeitlupen führe zwangsläufig zu intensiveren Debatten – nicht unbedingt zu mehr Fehlern.

Kompany: „Bin dafür, die Technik einzusetzen“

VAR Allianz Arena
Foto: IMAGO

Für Kompany steht fest: Die Technik gehört inzwischen zum modernen Fußball dazu. „Die Technik steht uns zur Verfügung. Ich bin immer jemand, der dafür ist, die Technik zu nutzen und das Beste daraus zu machen“, sagte er. Gleichzeitig räumte er ein, dass Optimierungspotenzial besteht: „Natürlich muss man immer an den Prozessen feilen.“

Während andernorts hitzig über den VAR diskutiert wird, bleibt Kompany seiner Linie treu: nüchtern, analytisch, lösungsorientiert. Für ihn ist der Video-Assistent kein Störfaktor, sondern ein Werkzeug – und eines, das im internationalen Vergleich in Deutschland offenbar effizienter funktioniert als vielerorts behauptet.

Teile diesen Artikel