Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Bayern im Sommer einen neuen Backup-Angreifer für die linke Flügelposition verpflichten möchten. Wie nun bekannt wurde, rückt ein Name in den Fokus der Münchner.
Der FC Bayern sondiert den Transfermarkt und denkt dabei nicht nur in Superlativen. Im BILD-Podcast „Bayern Insider“ haben sich Christian Falk und Julian Agardi intensiv mit der Personalie Bazoumana Touré von der TSG Hoffenheim als mögliche Ergänzung für die Offensive der Bayern beschäftigt. Ein Transfer mit Ansage: Perspektive statt Prestige.
Lothar Matthäus hatte den Namen zuletzt ins Spiel gebracht. Touré gehört in Hoffenheim zu den auffälligsten Offensivspielern dieser Saison und bringt Tempo, Dynamik und Unbekümmertheit mit. Doch eines ist klar: Sollte er zum FC Bayern wechseln, wäre er kein Sofort-Stammspieler.
Aus Sicht von Agardi wäre Touré „mit Ansage ein Backup für Luis Díaz.“ Der Kolumbianer ist auf links gesetzt, spielt eine starke Saison und genießt intern großes Vertrauen. Wer kommt, müsste sich also zunächst hinten anstellen.
Bayern sucht gezielt einen Diaz-Herausforderer
Touré wäre kein Transfer, der sofort die Hierarchie verändert. Vielmehr ginge es um ein Entwicklungsprojekt. Agardi betont, dass man sich bewusst sein müsse: „Der braucht noch Zeit für einen Verein wie den FC Bayern.“ Genau das unterscheidet diese Idee von früheren Offensiv-Transfers der Münchner.
Falk bestätigt, dass das Thema zwar auf dem Radar sei, aber bisher nicht konkret: „Heiß ist es bislang nicht.“ Das bedeutet: Beobachtung ja, Verhandlungen nein. Noch ist es eher eine strategische Überlegung als eine aktive Transferphase.
Die Grundidee dahinter ist dennoch nachvollziehbar. Der FC Bayern möchte die Offensive verbreitern, ohne das bestehende Gefüge zu sprengen. Ein junger, entwicklungsfähiger Spieler könnte Druck erzeugen, ohne sofort hohe Erwartungen auszulösen.
Touré passt in dieses Raster: Tempo, Torgefahr, Perspektive. Gleichzeitig wäre er preislich deutlich unter der Kategorie 50-Millionen-Transfer einzuordnen – ein Aspekt, der angesichts der zuletzt teuren Vertragsverlängerungen nicht unwichtig ist. Sein aktueller Marktwert wird auf 25 Millionen Euro taxiert.
Ob Hoffenheim bei Touré überhaupt gesprächsbereit ist, bleibt abzuwarten. Der Youngster wechselte erst vergangenen Sommer für knapp 10 Millionen Euro aus Schweden zur TSG und ist vertraglich noch bis 2029 an den Verein gebunden.
