Manuel Neuer musste beim 3:0-Auswärtssieg des FC Bayern in Bremen zur Halbzeit passen. Wadenprobleme zwangen den 39-Jährigen dazu, in der Kabine zu bleiben. Für ihn rückte Jonas Urbig ins Tor, der eine souveräne zweite Hälfte absolvierte und einmal mehr unter Beweis stellte, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.
Nach Informationen von Sky wird Neuer zunächst mit dem Mannschaftstraining aussetzen. Weitere Untersuchungen sollen Klarheit über die genaue Diagnose bringen. Die Verantwortlichen sprachen nach dem Spiel von einer „Vorsichtsmaßnahme“ und versuchten, die Situation einzuordnen. Es sei „nicht schlimmer“, betonte Sportdirektor Christoph Freund mit Blick auf den Gesundheitszustand des Kapitäns.
Dennoch bleibt ein Fragezeichen hinter dem nächsten Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Stand jetzt gilt ein Einsatz Neuers als eher unwahrscheinlich. Auch wenn der Routinier alles daransetzen wird, rechtzeitig fit zu werden, wollen die Verantwortlichen an der Säbener Straße kein Risiko eingehen – schon gar nicht in dieser entscheidenden Phase der Saison.
Urbig bereit für die nächste Chance

Sollte Neuer am kommenden Samstag tatsächlich ausfallen, würde erneut Jonas Urbig zwischen die Pfosten rücken. Der 22-Jährige zeigte in Bremen eine abgeklärte Vorstellung und strahlte die gewohnte Ruhe aus. Trainer Vincent Kompany machte nach Abpfiff deutlich, dass er volles Vertrauen in seinen Ersatzkeeper hat. „Wir haben totales Vertrauen in Jonas“, erklärte der Belgier.
Für die Bayern ist die Situation heikel, aber nicht dramatisch. Mit Blick auf die anstehenden Wochen in Bundesliga, Pokal und Champions League steht die Belastungssteuerung im Vordergrund. Ein angeschlagener Neuer würde dem Rekordmeister langfristig mehr schaden als ein vorsichtiger Verzicht gegen Frankfurt.
Ob der Kapitän rechtzeitig grünes Licht erhält, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Klar ist: Die Münchner werden nichts überstürzen – selbst wenn es um ihre Nummer 1 geht.
