Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und den italienischen Alpen sorgen in Deutschland für enorme TV-Resonanz – und stellen sogar den FC Bayern in den Schatten.
Die ARD zieht zur Halbzeit der Spiele ein äußerst positives Fazit und kann auf beeindruckende Reichweiten verweisen.
Besonders deutlich wurde das am vergangenen Mittwoch: Der Bronzegewinn der Rodler Tobias Wendl und Tobias Arlt lockte bis zu 6,77 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Damit übertraf die Olympia-Übertragung sogar das zeitgleich laufende DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig. Auch der Goldsprung von Philipp Raimund von der Normalschanze knackte die Marke von sechs Millionen Zuschauern.
Vor allem die Biathlon-Wettbewerbe entwickeln sich einmal mehr zu echten Quotengaranten. Der Sprint der Männer am Freitag erzielte einen Marktanteil von 41,8 Prozent, der Sprint der Frauen am Samstag kam auf 41,0 Prozent. „Was die Marktanteile betrifft, bewegen sich die Übertragungen aus Mailand und Cortina auf einem ähnlich hohen Niveau wie vor vier Jahren aus Peking“, teilte die ARD mit.
Auch auf Nachfrage des SID zeigte sich der federführende Bayerische Rundfunk, der gemeinsam mit dem MDR für das ARD-Olympiaprogramm verantwortlich ist, hochzufrieden: „Wir freuen uns sehr über die bisher wirklich großartige Publikumsresonanz für unsere Angebote zu den Olympischen Winterspielen 2026 auf allen Kanälen.“
Starke Zwischenbilanz für Olympia 2026
Nicht nur im linearen Fernsehen, auch digital laufen die Spiele stark. „Die Zwischenbilanz 2026 fällt bisher sehr eindrucksvoll aus“, heißt es weiter. „Gut 35 Millionen Livestream-Aufrufe in der ARD Mediathek und auf sportschau.de wurden in der ersten Olympia-Woche gemessen, hinzu kamen noch einmal über 10 Millionen Videoaufrufe von Zusammenfassungen, Analysen, Siegerehrungen und Athletenstimmen.“

Trotz logistischer Herausforderungen durch die weit auseinanderliegenden Wettkampfstätten sieht sich der Sender gut aufgestellt. „Die teils weiten Wege zwischen den einzelnen Austragungsorten in Norditalien waren eine gewisse Herausforderung. Dank unseres ausgeklügelten Remote-Konzepts mit schlanker Produktionstechnik vor Ort und einer gemeinsamen Olympiazentrale beim ZDF in Mainz, wo alle Fäden zusammenlaufen, haben wir diese Herausforderung aber gut gelöst.“
Für den FC Bayern bedeutet das: Selbst ein K.o.-Spiel im DFB-Pokal kommt derzeit nicht an die Strahlkraft von Olympia heran. Die Winterspiele dominieren aktuell die Einschaltquoten.
