Hoher Preis für Upamecano-Deal der Bayern? „Musst du bezahlen“

Sebastian Mittag

Die Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern hat hohe Wellen geschlagen. Im „Doppelpass“ auf SPORT1 ordnete Markus Babbel den monatelangen Poker ein und machte deutlich, warum sich der Rekordmeister diesen Deal offenbar einiges kosten lässt. Ex-Bayern-Kapitän Stefan Effenberg sieht es genauso.

„Er hat in den letzten zwei Jahren eine extreme Entwicklung zum Positiven genommen“, betonte der Europameister von 1996. Gerade in der Anfangszeit in München habe Upamecano immer wieder mit individuellen Fehlern zu kämpfen gehabt, „aber die hat er zum größten Teil abgestellt“. Für Babbel steht daher außer Frage, dass der Innenverteidiger mittlerweile zu den absoluten Schlüsselspielern gehört.

Der frühere Bayern-Profi verwies darauf, dass sich die Gespräche über eine Verlängerung lange hingezogen hatten. In dieser Phase habe sich der Klub selbstverständlich auch auf dem Markt umgesehen. Alles andere wäre aus seiner Sicht „fahrlässig“ gewesen. Am Ende sei man jedoch zu der Überzeugung gelangt, den besten Kandidaten bereits im eigenen Kader zu haben.

„Der FC Bayern ist total von ihm überzeugt und dann musst du mit ihm verlängern“, stellte Babbel klar. Und weiter: „Man ist dann zum Entschluss gekommen, den Besten schon zu haben. Er kennt den Verein und sie wissen, was sie an ihm haben. Dann kann man dem FC Bayern nur gratulieren, denn so ein Spieler ist in Europa heiß begehrt.“

Effenberg gibt Babbel bei Upamecano Recht

Dass die Verlängerung möglicherweise teuer war, überrascht in diesem Zusammenhang kaum. In den vergangenen Wochen kursierten Berichte über ein hohes Handgeld sowie ein deutlich angehobenes Jahresgehalt von rund 20 Millionen Euro brutto pro Jahr. Auch eine mögliche Ausstiegsklausel stand im Raum. Offiziell äußerte sich der Klub dazu nicht.

Babbel sieht darin jedoch kein Problem, sondern eine strategische Notwendigkeit. „Sie werden einen finanziellen Rahmen haben und das macht Max Eberl auch nicht allein, das entscheidet der ganze Verein. Das Entscheidende ist eine Achse, aber die kostet nun einmal einiges“, erklärte er.

Stefan Effenberg
Foto: IMAGO

Auch Stefan Effenberg schlug in dieselbe Kerbe: „Die wichtigsten Spieler, die Achse, musst du bezahlen“, sagte der frühere Bayern-Kapitän.

Mit Upamecano bis 2030 setzen die Bayern damit ein klares Zeichen. Der Franzose soll das defensive Fundament der kommenden Jahre bilden – und ist intern offenbar als absolute Nummer eins in der Innenverteidigung eingeplant.

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