Neuer Abwehrspieler? Bayern hat Überraschungskandidat im Blick

Tim Schoster

Der FC Bayern arbeitet im Hintergrund weiter an seiner langfristigen Kaderplanung – besonders in der Defensive. Mit Dayot Upamecano, Jonathan Tah und Minjae Kim ist das Abwehrzentrum aktuell prominent besetzt, doch an der Säbener Straße denkt man bekanntlich mehrere Schritte voraus. Nun ist ein neues Talent in den Fokus gerückt: Ruud Nijstad vom FC Twente.

Wie das Portal Transferfeed berichtet, haben Scouts des deutschen Rekordmeisters den 18-jährigen Innenverteidiger in den vergangenen Wochen mehrfach live beobachtet. Das Interesse scheint konkret, auch wenn es bislang keine offiziellen Verhandlungen gibt. Neben dem FCB sollen auch Borussia Dortmund und RB Leipzig ein Auge auf den niederländischen U18-Nationalspieler geworfen haben. Die Konkurrenz schläft also nicht.

Nijstad bringt mit seinen 1,93 Metern ideale körperliche Voraussetzungen für die Rolle des modernen Innenverteidigers mit. Robust im Zweikampf, kopfballstark und mit einer ordentlichen Grundschnelligkeit ausgestattet, gilt er in den Niederlanden als eines der spannendsten Defensivtalente seines Jahrgangs. In der laufenden Eredivisie-Saison kam er bereits neunmal im Profiteam zum Einsatz und steuerte dabei sogar einen Assist bei. Für einen Spieler des Jahrgangs 2008 ist das ein klares Ausrufezeichen.

Barcelona steigt aus – Twente fordert Millionen

Ruud Nijstad
Foto: IMAGO

Vertraglich ist Nijstad noch bis Juni 2027 an den FC Twente gebunden. Das verschafft dem niederländischen Erstligisten eine komfortable Ausgangsposition in möglichen Verhandlungen. Sein aktueller Marktwert wird zwar auf rund 700.000 Euro taxiert, doch die reale Ablöse dürfte deutlich höher ausfallen. Nach Informationen der spanischen SPORT fordert Twente rund zehn Millionen Euro für das Abwehrtalent.

Eine interessante Entwicklung gab es zuletzt in Spanien. Demnach hat sich der FC Barcelona aus dem Poker zurückgezogen. Die Katalanen sollen zwar Gespräche geführt haben, waren jedoch offenbar nicht bereit, die geforderte Summe zu bezahlen. Zudem soll Nijstad vom sportlichen Entwicklungsplan in Barcelona nicht restlos überzeugt gewesen sein.

Für den FC Bayern würde es sich bei Nijstad klar um ein Perspektivprojekt handeln. Hinter Upamecano, Tah, Kim und Hiroki Ito hätte er Zeit, sich schrittweise an das Top-Niveau heranzutasten. Genau solche Profile passen zur aktuellen Strategie der Münchner: frühzeitig sichern, entwickeln und langfristig einbauen.

Noch ist nichts entschieden. Doch das wiederholte Scouting zeigt, dass der Name Ruud Nijstad an der Säbener Straße ernsthaft diskutiert wird. Bayern plant nicht nur für morgen – sondern für die Zeit danach.

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