Im Werben um Kennet Eichhorn bekommt der FC Bayern namhafte Konkurrenz – und das ausgerechnet von Europas größter Bühne. Wie das spanische Portal Fichajes berichtet, hat sich Real Madrid in den Poker um das 16 Jahre alte Mittelfeldtalent von Hertha BSC eingeschaltet. Damit nimmt der Transferkampf um einen der spannendsten deutschen Nachwuchsspieler neue Dimensionen an.
Eichhorn war zuletzt bereits mit mehreren Bundesligisten in Verbindung gebracht worden. Neben dem deutschen Rekordmeister sollen auch Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt die Entwicklung des Berliner Eigengewächses intensiv verfolgen. Dass nun auch die Königlichen ihr Interesse hinterlegt haben, verschärft die Ausgangslage für die Münchner deutlich.
In Madrid traut man dem Teenager demnach eine außergewöhnliche Entwicklung zu. Intern werde Eichhorn sogar als potenzieller strategischer Nachfolger von Toni Kroos gesehen – ein spielintelligenter Taktgeber mit ausgeprägtem Raumgefühl und technischer Sauberkeit. Seit dem Karriereende von Kroos nach der EM 2024 suchen die Spanier langfristig nach einem neuen Strukturgeber im Zentrum. Eichhorn soll genau dieses Profil mitbringen.
Bayern wollte im Winter bereits Nägel mit Köpfen machen

An der Säbener Straße ist der Name Eichhorn ebenfalls längst kein Geheimtipp mehr. Nach übereinstimmenden Berichten unternahmen die Bayern bereits im Winter einen konkreten Vorstoß, um das Talent frühzeitig von einem Wechsel zu überzeugen. Die Verantwortlichen sollen intensiv um den 16-Jährigen geworben haben, doch Hertha behielt sein Juwel zunächst in Berlin.
Der Hintergrund des Interesses ist klar. Im Sommer steht im zentralen Mittelfeld ein personeller Umbruch an. Leon Goretzka wird den Verein verlassen, wodurch perspektivisch eine Planstelle frei wird. Zwar verfügen die Münchner mit Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof über Qualität und Tiefe, doch der Blick richtet sich längst auf die nächste Generation.
Eichhorn bringt trotz seines jungen Alters bereits bemerkenswerte Erfahrung mit. In der laufenden Zweitliga-Saison absolvierte er zwölf Partien, stand zehnmal in der Startelf und kam zudem zweimal im DFB-Pokal von Beginn an zum Einsatz. Dass keine weiteren Spiele hinzukamen, ist einer Sprunggelenksverletzung geschuldet, die ihn seit Mitte Januar außer Gefecht setzte.
Finanziell wäre ein Transfer für Real Madrid kein Problem. Eine kolportierte Ablöse von rund zwölf Millionen Euro gilt als realistisch – für die Königlichen ein überschaubares Investment. Für Hertha hingegen wäre ein Abgang sportlich wie emotional ein herber Verlust.
Für den FC Bayern stellt sich nun die Frage, wie offensiv man in den kommenden Monaten agieren will. Klar ist: Mit Real Madrid im Rennen wird der Wettbewerb nicht einfacher – und der Poker um Kennet Eichhorn endgültig zur internationalen Angelegenheit.
