Nico Schlotterbeck wird seit Monaten immer wieder mit einem möglichen Wechsel zum FC Bayern in Verbindung gebracht. Jetzt hat er offenbar Transfer-Wünsche bei Borussia Dortmund hinterlegt.
Nach der Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano bis 2030 ist es um ein konkretes Interesse der Münchner zuletzt zwar ruhiger geworden – ganz vom Tisch scheint das Thema jedoch nicht zu sein. Vor allem dann, wenn der Rekordmeister im Sommer einen Abnehmer für Minjae Kim finden sollte, könnte der Name Schlotterbeck wieder heiß werden.
Beim BVB selbst laufen derweil intensive Gespräche über die Zukunft des Innenverteidigers. Wie der kicker berichtet, hat Schlotterbeck bei den Dortmunder Verantwortlichen bereits hinterlegt, wo er im aktuellen Kader noch Nachholbedarf sieht. Ein entsprechender Austausch habe stattgefunden, die Ansichten des Nationalspielers und des Klubs sollen sich dabei decken.
Schlotterbeck-Vertrag zu 80 Prozent ausgehandelt
Unabhängig davon bleibt die zentrale Frage offen: Verlängert Schlotterbeck seinen bis 2027 datierten Vertrag langfristig – oder entscheidet er sich für den nächsten Karriereschritt? Laut kicker soll das neue Arbeitspapier bereits „zu 80 Prozent ausgehandelt“ sein. Über die wichtigsten Rahmenbedingungen herrsche Einigkeit, größere Verhandlungen seien demnach nicht mehr nötig.
Auch der Ton zwischen Klub und Spieler gilt als konstruktiv. Die Gespräche seien eher unkompliziert verlaufen, heißt es weiter. Die weitgehende Übereinkunft sei bereits seit dem Ende des vergangenen Jahres erzielt worden – also innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit.

Dennoch fehlt der entscheidende Schritt: Schlotterbeck muss seine Unterschrift setzen. Und genau hier kommt die sportliche Perspektive ins Spiel. Der Innenverteidiger steht vor der Abwägung, ob er in Dortmund langfristig bleiben oder zu einem Klub wechseln möchte, der ihm eine größere Titelgarantie bieten kann.
Ricken spricht von Erwartungshaltung
Ob es eine konkrete Deadline gibt, ist unterdessen nicht eindeutig. BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl erklärte bei Sky: „Natürlich weiß Nico um die Situation, aber es gibt nichts Neues zu diesem Thema.“ Von einem Ultimatum wollte er nichts wissen.
Anders klang es zuvor bei Sport-Geschäftsführer Lars Ricken. Bei RTL sagte er: „Wir haben ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis. Beide Seiten haben da eine klare Erwartungshaltung, wann das beendet sein muss, und dass es sich natürlich nicht bis zum Sommer ziehen kann.“
Für den FC Bayern bleibt die Entwicklung zumindest interessant. Auch wenn das Thema durch die Upamecano-Verlängerung vorerst in den Hintergrund gerückt ist, würde ein möglicher Abgang von Kim die Situation neu bewerten lassen.
