Effenberg sagt Neuer-Hammer voraus: „Darauf wird es hinauslaufen“

Sebastian Mittag

Wie geht es mit Manuel Neuer beim FC Bayern weiter? Während der 39-Jährige aktuell verletzungsbedingt pausieren muss, hat sich Stefan Effenberg nun klar zur Zukunft des Kapitäns positioniert – und eine deutliche Prognose abgegeben.

Im „Doppelpass“ bei SPORT1 erklärte der frühere Bayern-Kapitän: „In dem Alter tut dir eine Sommerpause sehr wohl sehr gut, um noch einmal um ein Jahr beim FC Bayern zu verlängern. Darauf wird es hinauslaufen: Manuel Neuer wird noch ein Jahr verlängern und Jonas Urbig mehr Spielzeiten geben.“

Damit rechnet Effenberg nicht mit einem Karriereende oder einem abrupten Umbruch im Münchner Tor. Vielmehr erwartet er ein weiteres Jahr mit Neuer – allerdings in einer Rolle, in der der Routinier seinen potenziellen Nachfolger behutsam heranführt.

Kein DFB-Comeback für Neuer

Ein Comeback in der Nationalmannschaft schließt Effenberg dagegen aus. Mit Blick auf eine mögliche Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Sommer sagte er: „Es sei aus Neuers Sicht „völlig richtig, sich diesen Belastungen nicht mehr auszusetzen“.“ Und weiter: „Er hat das alles schon gespielt, nicht nur einmal, zigmal. Er ist Weltmeister geworden.“ Eine Endrunde mit Neuer werde „nicht passieren“, betonte Effenberg. Neuer hatte zuletzt schon selbst klargestellt, dass er nicht zur WM ins DFB-Team zurückkehren wird.

Auch Markus Babbel geht davon aus, dass Neuer dem FC Bayern noch mindestens eine weitere Saison erhalten bleibt. „Manuel Neuer tut Jonas Urbig total gut“, sagte der Europameister von 1996 ebenfalls im „Doppelpass“. „Er weiß, er kann sich etwas abschauen. Manuel geht, so wie ich das von Außen verfolge, voll auf Urbig ein, hilft ihm, protegiert ihn.“

Aus Babbels Sicht wäre es ideal, wenn Urbig noch ein Jahr mit Neuer als Stammkeeper an seiner Seite erlebt, „und dann die Nummer eins zu sein.“

Urbig vor Bewährungsprobe

Aktuell ist Urbig ohnehin gefragt. Neuer hatte sich beim 3:0-Auswärtssieg in Bremen einen Faserriss in der linken Wade zugezogen und fällt mehrere Wochen aus. Medienberichten zufolge wird er auch das Bundesliga-Spitzenspiel bei Borussia Dortmund am 28. Februar verpassen.

Jonas Urbig
Foto: IMAGO

Für Urbig bedeutet das: wertvolle Einsatzzeit – und die Chance, sich weiter für die Zukunft zu empfehlen. Intern gilt der 22-Jährige ohnehin als heißester Kandidat für die langfristige Nachfolge. Sollte Effenbergs Prognose eintreffen, könnte die kommende Saison zur finalen Übergangsphase zwischen alter und neuer Nummer eins werden.

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