Wie plant der FC Bayern die kommende Transferperiode im Sommer? Sportvorstand Max Eberl hat darüber einen Einblick gegeben.
Beim FC Bayern scheint in der Defensive vorerst Ruhe eingekehrt zu sein. Nach der Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano bis 2030 haben die Münchner ihre Innenverteidigung offiziell für abgeschlossen erklärt. Doch bedeutet das automatisch, dass Namen wie Yann Aurel Bisseck, Nico Schlotterbeck oder Luka Vuskovic keine Rolle mehr spielen? Sportvorstand Max Eberl hat dazu nun Stellung bezogen.
Auf die Frage, ob der FC Bayern zunächst Platz im Kader schaffen müsse, bevor man sich erneut mit potenziellen Kandidaten beschäftige, stellte Eberl im Interview mit SPORT1 klar: „Wir haben den Punkt erreicht, an dem wir in Sachen Kaderplanung nicht getrieben sind. Wir können ganz in Ruhe entscheiden, was als Nächstes passiert. Wir haben natürlich den Markt weiterhin im Auge. Wir werden uns sicher nie eine Option verbauen, die dem FC Bayern gut zu Gesicht stünde.“
Damit signalisiert der 50-Jährige: Auch wenn aktuell kein akuter Handlungsbedarf besteht, beobachten die Verantwortlichen die Entwicklungen genau. Ein Schnellschuss ist jedoch nicht geplant. Vielmehr soll strategisch und mit Weitblick agiert werden.
Frühe Planung statt Last-Minute-Hektik
Eberl betonte zudem, dass er grundsätzlich ein Befürworter frühzeitiger Kaderplanung sei. „Ich bin auch jemand, der seine Kaderplanungen früh abschließt. Das ist mir in Mönchengladbach, in Leipzig und übrigens auch hier beim FC Bayern gelungen. Mitte Juli, also vor dem Start der Vorbereitung, war alles erledigt“, erklärte er.
Dass es dennoch zu späten Bewegungen kommen kann, zeigte der vergangene Sommer. Nachdem Kingsley Coman um seine Freigabe gebeten hatte und diese schließlich erhielt, mussten die Bayern kurzfristig reagieren. „Als dann Kingsley Coman um seine Freigabe gebeten hat, die wir ihm schließlich erteilt haben, mussten wir bis zum letzten Tag um Nicolas Jackson kämpfen. Das war nicht ideal, aber das kann passieren“, so Eberl rückblickend. Durch die Verlängerung mit Upamecano könne man nun „mit einem klaren Plan in die Sommer-Transferphase gehen“.
Kein „hungriger“ Einkauf mehr nötig
Besonders wichtig sei es aus Sicht des Sportvorstands, nicht unter Zugzwang auf dem Transfermarkt agieren zu müssen. „Es ist immer ungut, wenn man hungrig einkaufen gehen muss“, stellte Eberl klar. Mit den jüngsten Verlängerungen und Verpflichtungen habe man sich eine komfortablere Ausgangslage geschaffen.
„Mit den Verpflichtungen und Verlängerungen, die wir jetzt unter Dach und Fach haben, können wir uns entspannt umschauen. Wir haben immer Interesse daran, den Kader punktuell zu verstärken, aber wir haben nicht mehr den geballten Druck. Wir können gezielt und strategisch einkaufen“, so Eberl.
