Aussage zu Klopp: Hoeneß lässt aufhorchen

Sebastian Mittag

Uli Hoeneß hat sich zu Jürgen Klopp geäußert – und dabei deutlich gemacht, wie er dessen aktuelle Rolle bei Red Bull einschätzt.

Der Ehrenpräsident des FC Bayern sieht den früheren BVB- und Liverpool-Coach nicht in einer übergeordneten Management-Position. „Das ist für mich keine Rolle, die zu ihm passt. Jürgen Klopp muss auf dem Fußballplatz stehen, das ist keiner, der für Vorträge durch die Welt fliegt“, sagte Hoeneß im Interview mit der BILD.

Für den 74-Jährigen liegen Klopps Stärken klar auf dem Trainingsplatz. „Klopps größte Stärke ist das Zwischenmenschliche, wie er die Spieler pushen kann“, erklärte Hoeneß weiter. Genau dort sehe er den 58-Jährigen am besten aufgehoben – nicht in einer globalen Strategierolle mit vielen Reiseterminen. „Aber wie willst du in Leipzig etwas pushen, wenn du schon wieder in Salzburg bist und dann nach Brasilien fliegst?“

Hoeneß kann sich Klopp beim DFB vorstellen

Sollte Klopp noch einmal als Cheftrainer arbeiten wollen, traut Hoeneß ihm auch eine Aufgabe beim DFB zu. Er könne sich „gut vorstellen“, dass Klopp eines Tages Bundestrainer werde. Klar ist für den Bayern-Patron jedoch: „Ich schätze ihn sehr, sehe ihn aber nur als Trainer und nichts anderes.“

Uli Hoeneß
Foto: IMAGO

Dabei wäre es beinahe schon vor vielen Jahren zu einer Zusammenarbeit zwischen Klopp und dem FC Bayern gekommen. Hoeneß erinnerte sich an Gespräche aus dem Jahr 2008: „Ich war mit ihm schon einig. Ich rief ihn an, als er noch in Mainz war, und fragte: ‚Können Sie sich vorstellen, den FC Bayern zu trainieren?‘ Und er antwortete: ‚Ja, selbstverständlich.‘ Aber dann haben wir uns am Ende für Jürgen Klinsmann entschieden, den Karl-Heinz Rummenigge vorgeschlagen hatte.“

Während Klinsmann in München nur eine kurze Amtszeit erlebte, wechselte Klopp später zu Borussia Dortmund und prägte dort eine erfolgreiche Ära. Nach seiner Zeit beim FC Liverpool trat er 2024 zurück und übernahm Anfang 2025 die Rolle als Global Head of Soccer bei Red Bull. Für Hoeneß ist jedoch klar: Klopps wahre Bühne bleibt die Seitenlinie.

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