Beim FC Bayern wurden in den vergangenen Monaten zahlreiche Vertragsfragen geklärt. Mit mehreren Leistungsträgern konnten sich die Verantwortlichen auf eine Verlängerung einigen. Anders sieht es bei Konrad Laimer aus. Die Gespräche über einen neuen Vertrag gestalten sich kompliziert – nun hat sich der Österreicher selbst zu Wort gemeldet.
„Im Moment gibt es nicht viele Gespräche. Ich bin noch entspannt“, sagte Laimer der Sport BILD und ergänzte: „Man darf sich nicht einen zu großen Kopf machen.“
Sein aktueller Vertrag läuft noch bis 2027. Zuletzt hatte sich jedoch keine schnelle Einigung abgezeichnet. Im Gegenteil: Berichten zufolge sollen die Verhandlungen vorerst gestoppt worden sein.
Wie BILD-Fußballchef Christian Falk berichtet hatte, soll Laimer vom ersten Angebot der Bayern „enttäuscht“ gewesen sein. Demnach sollen ihm rund acht bis neun Millionen Euro pro Saison angeboten worden sein. Die Spielerseite habe hingegen ein Paket zwischen zwölf und 15 Millionen Euro erwartet. In der Folge sollen Laimers Berater die Gespräche zunächst „auf Eis gelegt“ haben.
Matthäus zeigt Verständnis für Laimer
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hatte zuletzt Verständnis für Laimers Position geäußert. Der 28-Jährige wisse genau, was andere Spieler im Kader verdienen. In seiner Sky-Kolumne schrieb Matthäus, dass es im modernen Fußball immer schwieriger werde, Gehaltsstrukturen intern zu moderieren.

Vor fünf, sechs Jahren habe es begonnen, dass „Summen nach außen getragen“ wurden: „Seitdem weiß jeder vom anderen, was er verdient. Spieler kommen und sagen: ‚Warum bekommt der mehr als ich?‘ Das hat es dem FC Bayern nicht leichter gemacht und das ist die Schwierigkeit, die Max Eberl jetzt hat.“
Laimer war im Sommer 2023 ablösefrei von RB Leipzig nach München gewechselt. Seitdem absolvierte er 118 Pflichtspiele für den Rekordmeister. Auch in der laufenden Saison gehört er zum Stammpersonal, kommt bislang auf 29 Einsätze mit zwei Treffern und acht Vorlagen.
