Alphonso Davies sorgt beim FC Bayern für bange Minuten. Beim 3:2 gegen Eintracht Frankfurt muss der Linksverteidiger früh runter. Sportvorstand Max Eberl und Trainer Vincent Kompany äußerten sich nach Abpfiff zur Verletzung.
Der Rekordmeister feierte am 23. Spieltag einen knappen 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt, doch im Mittelpunkt stand die Verletzung von Alphonso Davies. Der 25-Jährige setzte sich kurz nach der Pause auf den Rasen der Allianz Arena, hielt sich den Knöchel und musste in der 49. Minute behandelt werden. Vincent Kompany reagierte umgehend und ersetzte den Linksverteidiger durch Hiroki Ito.
In der Mixed Zone sprach Max Eberl über die Situation des Kanadiers. „Es sah so aus, dass es länger sein wird“, erklärte der Sportvorstand. Auf die Nachfrage, ob ein längerer Ausfall drohe, entgegnete er knapp: „Ja.“ Eine genaue Diagnose stand am Abend noch aus, Davies begab sich unmittelbar zu weiteren Untersuchungen.
Der Außenverteidiger verließ den Platz zwar eigenständig, zog sich jedoch das Trikot über die Augen. Sky-Kommentator Jonas Friedrich ordnete die Szene unmittelbar ein: „Es ist für den Moment Schlimmes zu befürchten für den Linksfuß.“
Laut BILD besteht dennoch Hoffnung, dass die Verletzung nicht schwerwiegend ist, da Davies ohne ärztliche Begleitung in die Kabine ging. Mehrere Tests sollen zeitnah Klarheit bringen.
Kompany: „Es sieht nicht allzu schlimm aus“
Auch Vincent Kompany äußerte sich nach der Partie bei DAZN vorsichtig optimistisch. „Es sieht nicht allzu schlimm aus. Ich weiß nicht, ob es zwei oder vier Wochen sein werden. Aber ich habe das Gefühl, dass es nicht allzu lange dauern wird“, erklärte der Bayern-Trainer. Auf der Pressekonferenz ergänzte er: „Seine Körpersprache nach dem Spiel war besser als in dem Moment, als es passiert ist. Ich weiß nicht, ob es 2, 3 oder 4 Wochen sind. Er wird jetzt untersucht, dann wissen wir mehr.“
Joshua Kimmich schilderte seine Eindrücke nach Abpfiff: „Auf dem Platz war er sehr down, sehr traurig, weil er schnell gemerkt hat, dass es eine Verletzung ist. Ich weiß nicht genau, was er hat. In der Kabine war er ein bisschen gefasster. Mal schauen, was rauskommt. Jetzt wird ein Bild gemacht, dann hoffen wir, dass es keine allzu lange Ausfallzeit sein wird.“
Auch Jamal Musiala zeigte sich betroffen, blieb aber vorsichtig optimistisch: „Aber wie er rausgelaufen ist, bin ich positiv. Es ist traurig das zu sehen. Wir hoffen, dass es nichts Schlimmes ist“, sagte der Offensivspieler bei Sky.
Für Davies wäre eine erneute Pause besonders bitter. Erst am 9. Dezember hatte er nach 262 Tagen Verletzungspause sein Comeback gefeiert, nachdem er sich im März 2025 im Länderspieleinsatz einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Nun warten die Verantwortlichen auf die Ergebnisse der Untersuchungen.
