Doppelpack und Elfer-Patzer: Kuriose Kane-Statistik beim Bayern-Sieg

Vjekoslav Keskic

Harry Kane bleibt beim FC Bayern der Mann für die entscheidenden Tore – und sorgt gleichzeitig für kuriose Randgeschichten. Beim 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt schnürte der Engländer erneut einen Doppelpack und brachte die Münchner damit klar auf die Siegerstraße. Doch ausgerechnet er leitete in der Schlussphase noch einmal eine unnötige Zitterpartie ein.

Beim Stand von 3:0 wollte Kane in der 73. Minute den Ball im eigenen Strafraum klären. Dabei übersah er den von hinten heranstürmenden Frankfurter Oscar Höjlund und traf dessen Fuß. Nach VAR-Check zeigte Schiedsrichter Tobias Reichel folgerichtig auf den Punkt. Jonathan Burkardt verwandelte den Strafstoß sicher, wenig später verkürzte Arnaud Kalimuendo sogar auf 3:2. Plötzlich wurde es noch einmal eng in der Allianz Arena – am Ende retteten die Bayern jedoch den Vorsprung über die Zeit.

Zwei der letzten drei Elfmeter gehen auf Kane

Für Kane war es nicht der erste folgenschwere Fehltritt in dieser Saison. Bereits Anfang Dezember 2025 hatte der 32-Jährige im Achtelfinale des DFB-Pokals bei Union Berlin einen Strafstoß verursacht. Beim 3:2-Auswärtssieg war er gegen Diogo Leite mit dem Ellenbogen zu Werke gegangen und hatte seinen Gegenspieler im Gesicht getroffen. Auch damals führte die Aktion zu einem Elfmeter – und zu einem Gegentreffer.

Zwischenzeitlich hatte lediglich Joshua Kimmich beim 2:2 in Hamburg einen Strafstoß verschuldet. Damit gehen zwei der vergangenen drei verursachten Elfmeter auf das Konto des Bayern-Torjägers. Eine Statistik, die durchaus überrascht – schließlich ist Kane in erster Linie für seine Treffsicherheit im gegnerischen Strafraum bekannt.

Doch genau dort liefert er weiterhin auf beeindruckende Weise ab.

Rekordjagd auf Lewandowski läuft

Kane gegen Frankfurt
Foto: IMAGO

Mit seinen beiden Treffern gegen Frankfurt steht Kane nun bei 28 Toren in 23 Bundesliga-Partien. Hinzu kommen fünf Assists. Zahlen, die selbst für Bayern-Verhältnisse außergewöhnlich sind. Der Allzeit-Rekord von Robert Lewandowski aus der Saison 2020/21 gerät damit immer stärker ins Blickfeld. Damals erzielte der Pole 41 Treffer in einer einzigen Bundesliga-Spielzeit.

Kane fehlen somit noch 13 Tore in den verbleibenden elf Spielen, um diese historische Marke einzustellen oder gar zu übertreffen. Angesichts seiner aktuellen Form wirkt selbst dieses ambitionierte Ziel nicht unrealistisch. Gegen Frankfurt war es bereits sein dritter Bundesliga-Doppelpack in Folge – eine Serie, die eindrucksvoll unterstreicht, in welchem Rhythmus sich der Engländer befindet.

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