Gehalts-Zoff mit Bayern? FCB-Boss zeigt sich zuversichtlich im Laimer-Poker

Tim Schoster

Mit Konrad Laimer steht beim FC Bayern die nächste Personalie auf der Agenda, die sportlich wie wirtschaftlich gleichermaßen brisant ist. Während hinter den Kulissen um Zahlen, Laufzeiten und Wertschätzung gerungen wird, meldet sich nun Präsident Herbert Hainer zu Wort – und versucht, die aufgeheizte Debatte zu beruhigen. Seine Botschaft ist eindeutig: Gelassenheit statt Alarmismus.

Dass die Gespräche mit dem österreichischen Nationalspieler zuletzt ins Stocken geraten sind, gilt als offenes Geheimnis. Unterschiedliche Vorstellungen beim Gehalt sollen eine schnelle Einigung verhindert haben. Vor dem Bundesliga-Sieg gegen Eintracht Frankfurt äußerte sich Hainer gegenüber der Abendzeitung München demonstrativ optimistisch. „Alles, was ich höre und sehe, gefällt es ihm unheimlich gut. Er hat einen riesigen Aufschwung gehabt. Ich bin da, wie bei Upamecano, vorsichtig optimistisch. Ich glaube, das wird klappen.“

Eine Aussage, die zumindest indirekt Berichten widerspricht, wonach sich die Verhandlungen in einer Sackgasse befinden könnten.

Unterschiedliche Vorstellungen beim Gehalt

Konrad Laimer
Foto: IMAGO

Im Hintergrund geht es offenbar um finanzielle Details, die nicht unerheblich sind. Wie zuletzt berichtet wurde, soll Laimer vom ersten Angebot der Münchner enttäuscht gewesen sein. Demnach bewegte sich dieses im Bereich von acht bis neun Millionen Euro jährlich. Die Spielerseite hingegen soll sich ein Gesamtpaket zwischen zwölf und 15 Millionen Euro vorgestellt haben. Eine Differenz, die erklärt, warum die Gespräche dem Vernehmen nach vorerst auf Eis gelegt wurden.

Für die Bayern-Verantwortlichen ist die Situation durchaus heikel. Laimer kam 2023 ablösefrei an die Isar und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Baustein im Kader. Seine Vielseitigkeit, sein Laufpensum und seine taktische Disziplin machen ihn für Trainer und Team gleichermaßen wertvoll. 118 Pflichtspiele hat der 28-Jährige seitdem für den deutschen Rekordmeister absolviert – eine bemerkenswerte Zahl in vergleichsweise kurzer Zeit.

Laimer selbst bleibt gelassen

Der Protagonist selbst gibt sich betont entspannt. Gegenüber der Sport BILD erklärte der Rechtsverteidiger: „Im Moment gibt es nicht viele Gespräche. Ich bin noch entspannt.“ Und weiter: „Man darf sich nicht einen zu großen Kopf machen.“

Eine schnelle Einigung deutet sich dennoch nicht an. Vielmehr scheint es, als würden beide Seiten abwarten – wohl wissend, dass am Ende eine Lösung gefunden werden muss, die sportliche Bedeutung und wirtschaftliche Vernunft in Einklang bringt.

Zuletzt musste Laimer im Topspiel gegen Frankfurt kurzfristig passen. Nachdem er bereits das Abschlusstraining verpasst hatte, fehlte er verletzungsbedingt im Kader. Laut Klubangaben handelte es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

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