Der FC Bayern hat im Topspiel gegen den VfL Wolfsburg ein klares Zeichen gesetzt und mit 4:1 gewonnen. Nach Rückstand drehten die Münchnerinnen die Partie eindrucksvoll und bauten ihren Vorsprung an der Spitze weiter aus. Im Titelrennen dürfte das ein entscheidender Schritt gewesen sein.
Die Ausgangslage war klar: Elf Punkte Vorsprung hatte der Tabellenführer vor dem Anpfiff, allerdings mit einem Spiel mehr. Wolfsburg wollte das Rennen noch einmal spannend machen und erwischte in München den besseren Start.
Nach 16 Minuten gingen die Gäste durch Kessya Bussy in Führung. Die Bayern taten sich zunächst schwer, kamen aber noch vor der Pause zu guten Gelegenheiten. Jovana Damnjanović scheiterte frei vor Anneke Johannes, Linda Dallmann wurde kurz vor der Linie geblockt. Wolfsburg verteidigte leidenschaftlich und nahm die 1:0-Führung mit in die Kabine.
Doppelschlag nach der Pause bringt die Wende

Kurz nach Wiederbeginn kippte die Partie binnen weniger Minuten. Zunächst profitierte Damnjanović von einem folgenschweren Fehler von Wolfsburg-Keeperin Anneke Johannes. Die Serbin blockte einen Befreiungsschlag und schob zum 1:1 ein (54.). Nur zwei Minuten später traf sie erneut und drehte das Spiel nach einer flachen Hereingabe von Franziska Kett auf 2:1 (56.).
Der Spitzenreiter blieb nun am Drücker. Georgia Stanway erhöhte nach einem Steckpass von Momoko Tanikawa mit einem präzisen Flachschuss auf 3:1 (70.). Wolfsburg verlor in dieser Phase die Ordnung, während die Bayern weiter konsequent nach vorne spielten. Klara Bühl sorgte schließlich für die Entscheidung: Nachdem Johannes einen Stanway-Abschluss nicht festhalten konnte, staubte die Nationalspielerin zum 4:1-Endstand ab (80.).
Bayern zieht Wolfsburg wohl endgültig davon
In der Schlussphase verwaltete das Team von José Barcala das Ergebnis souverän. Wechsel brachten zusätzliche Stabilität, Wolfsburg fehlte die Durchschlagskraft für eine erneute Aufholjagd.
Mit dem Sieg stehen die Münchnerinnen nach 18 Spielen bei 52 Punkten und 69:6 Toren. Der Vorsprung auf Wolfsburg wächst auf 14 Zähler – bei einem Spiel mehr. Angesichts dieser Konstellation ist das Titelrennen im Februar 2026 faktisch entschieden.
Weiter geht es für die Bayern am 11. März im DFB-Pokal-Viertelfinale beim Hamburger SV. Vier Tage später wartet in der Liga das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln. Wolfsburg empfängt zunächst Eintracht Frankfurt im Pokal und trifft anschließend in der Bundesliga auf Bayer Leverkusen.
