Geht für Manuel Neuer doch noch etwas im Bundesliga-Kracher gegen Borussia Dortmund?
Die Hoffnung auf ein Blitz-Comeback von Manuel Neuer lebt – und sie kommt nicht nur aus dem Umfeld der Fans. Sportvorstand Max Eberl hatte bereits am Samstag nach dem 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt mit einem Schmunzeln angedeutet, dass ein Einsatz im Bundesliga-Kracher gegen Borussia Dortmund keineswegs vom Tisch ist. „Nicht ausgeschlossen!“, sagte der 52-Jährige vielsagend.
Dabei war die Ausgangslage zunächst eindeutig. Nach seinem Muskelfaserriss in der linken Wade, den sich Neuer beim 3:0 in Bremen zugezogen hatte, rechnete man mit einer Pause von rund drei Wochen. Der Klassiker am Samstag schien kaum realistisch. Doch nun steht der Bayern-Kapitän überraschend wieder auf dem Trainingsplatz – und sorgt für neue Spekulationen.
Aufbau unter strenger Kontrolle
Am Montag absolvierte Neuer eine erste rund 30-minütige Einheit auf dem Rasen an der Säbener Straße, wie die BILD berichtet. Gemeinsam mit Torwart-Trainer Michael Rechner und Reha-Coach Simon Martinello arbeitete der 39-Jährige an seinem Comeback. Viele Übungen fanden zunächst am Boden statt, die Belastung wurde vorsichtig gesteigert.
Erste leichte Fangübungen bedeuteten die behutsame Rückkehr zu torwartspezifischen Bewegungen. Volle Belastung oder intensive Abdruckbewegungen waren jedoch noch nicht Teil des Programms. In den kommenden Tagen soll die Intensität Schritt für Schritt erhöht werden – immer unter der genauen Beobachtung des medizinischen Teams.
Kein Risiko vor der heißen Phase
Trotz aller Hoffnung ist klar: Ein Risiko wird Neuer nicht eingehen. Die entscheidende Phase der Saison steht bevor, national wie international. Der Kapitän will fit sein, wenn Titel vergeben werden. Ein verfrühtes Comeback mit möglichem Rückschlag wäre kontraproduktiv.
Zudem weiß man beim FC Bayern, dass mit Jonas Urbig ein verlässlicher Ersatz bereitsteht. Der 22-Jährige vertrat Neuer sowohl in Bremen als auch gegen Frankfurt souverän und zeigte keine Nervosität. Seine Leistungen geben den Verantwortlichen zusätzliche Sicherheit in der Entscheidungsfindung.
Eberls Worte klingen daher wie ein bewusst gesetztes Signal: Hoffnung ja, Harakiri nein. Ob Neuer im Signal Iduna Park zwischen den Pfosten stehen wird, hängt von den kommenden Trainingstagen ab. Ausgeschlossen ist es nicht – garantiert aber ebenso wenig.
