Ex-Bayern-Flop Bouna Sarr: Ende einer langen Leidenszeit

Tim Schoster

Bouna Sarr hat eine extrem schwierige Phase hinter sich. Beim FC Bayern spielte er kaum eine Rolle, schwere Verletzungen stoppten ihn immer wieder. Jetzt hat der 34-Jährige erstmals wieder ein sportliches Lebenszeichen gesetzt.

Seine letzten Fußballjahre verliefen alles andere als geradlinig. In München meist nur Reservist, dann der Kreuzbandriss im Winter 2023, anschließend lief sein Vertrag 2024 aus. Sarr stand danach lange ohne Klub da, bis er nun zumindest wieder Pflichtspielminuten sammeln konnte.

Gegen Paris kam der Rechtsverteidiger für den FC Metz zum Einsatz und feierte damit sein erstes Pflichtspiel seit dem 11. November 2023. Damals hatte er noch im Trikot des FC Bayern gegen Heidenheim auf dem Platz gestanden. 2 Jahre und 102 Tage später folgte jetzt das Comeback im Profifußball.

Sarr dachte über Karriereende nach

Bouna Sarr
Foto: IMAGO

In München blieb Sarr der sportliche Durchbruch verwehrt. 2020 für rund acht Millionen Euro verpflichtet, brachte es der Senegalese in vier Jahren lediglich auf 33 Einsätze und 1.293 Spielminuten. Immer wieder bremsten ihn Verletzungen aus, darunter eine langwierige Patellasehnenproblematik und eine Knieoperation, die ihn auch die Weltmeisterschaft in Katar kostete.

Der schwerste Rückschlag folgte im November 2023 mit einem Kreuzbandriss im linken Knie. Nach monatelanger Reha endete sein Kapitel beim deutschen Rekordmeister, ohne dass er noch einmal eingreifen konnte. Zwischenzeitlich berichtete das Portal Sportsboom im Oktober 2025 sogar, Sarr denke nach seiner „Verletzungs-Hölle“ ernsthaft über ein Karriereende nach.

Seit dem 2. Februar 2026 steht der 34-Jährige nun wieder beim FC Metz unter Vertrag. Mit seinem Kurzeinsatz gegen Paris hat er nach über zwei Jahren erstmals wieder Pflichtspielrasen betreten – ein kleines, aber bedeutendes Zeichen nach einer langen Leidenszeit.

THEMEN
Teile diesen Artikel