Dem FC Bayern droht in den kommenden Wochen eine ebenso brisante wie kuriose Konstellation. Ausgerechnet Bayer 04 Leverkusen, der große nationale Rivale der vergangenen beiden Jahre, könnte innerhalb kürzester Zeit gleich mehrfach zum Dauergast im Münchner Spielplan werden. Vier Duelle in nur sechs Wochen – ein Szenario, das derzeit alles andere als ausgeschlossen ist.
Fest steht seit der Auslosung der DFB-Pokal-Halbfinals am Sonntagabend, dass der Weg nach Berlin für den Rekordmeister über Leverkusen führt. Am 22. oder 23. April – die exakte Terminierung steht noch aus – kommt es zum direkten Aufeinandertreffen im Kampf um das Finalticket. Brisanz ist garantiert.
Doch damit nicht genug. Bereits am 14. März treffen beide Teams in der Bundesliga in der BayArena aufeinander. Das Hinspiel in der Allianz Arena entschieden die Bayern souverän mit 3:0 für sich. Das Rückspiel dürfte nun eine ganz andere Dynamik bekommen – vor allem mit Blick auf die möglichen weiteren Duelle.
Champions League als zusätzlicher Zündstoff
Richtig bizarr würde die Situation allerdings, wenn sich die beiden Schwergewichte auch in der Champions League gegenüberstünden. Die Münchner treffen im Achtelfinale auf einen der Sieger aus den Duellen zwischen Leverkusen und Olympiakos Piräus sowie Borussia Dortmund und Atalanta Bergamo. Nach dem 2:0-Erfolg im Play-off-Hinspiel gegen die Griechen stehen die Chancen gut, dass die Werkself den Sprung unter die letzten 16 schafft.
Sollte es tatsächlich zum Los Bayern gegen Leverkusen kommen, ergäbe sich eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit für zwei weitere direkte Duelle. Die UEFA hat die Achtelfinal-Hinspiele auf den 10. und 11. März terminiert, die Rückspiele folgen am 17. und 18. März. Im Extremfall würden die Bayern also innerhalb einer Woche dreimal auf Leverkusen treffen – zweimal in der Königsklasse und einmal in der Bundesliga. Das Pokal-Halbfinale käme rund sechs Wochen nach einem möglichen ersten Champions-League-Duell hinzu.
Déjà-vu aus der Vorsaison

Ganz neu wäre eine solche Häufung nicht. Bereits in der vergangenen Spielzeit trafen beide Mannschaften innerhalb eines Monats mehrfach aufeinander. Damals kreuzten sich die Wege im Achtelfinale der Champions League, flankiert von einem Bundesliga-Duell. Die Intensität dieser Phase ist noch in bester Erinnerung.
Ein Vierfach-Duell binnen sechs Wochen würde die Rivalität jedoch auf ein neues Level heben. Taktische Anpassungen, psychologische Effekte und die Frage nach der besseren Kaderbreite würden eine zentrale Rolle spielen. Für Fans wäre es ein Fest, für Trainer und Spieler eine extreme Herausforderung.
Noch ist es nur eine Möglichkeit. Doch die Ausgangslage steht. Und der Spielplan könnte dem FC Bayern schon bald eine der verrücktesten Konstellationen der jüngeren Vereinsgeschichte bescheren.
