Die sportliche Achse des FC Bayern steht. Mit Dayot Upamecano, Alphonso Davies, Joshua Kimmich und Jamal Musiala haben die Münchner zentrale Säulen langfristig gebunden. Doch eine Personalie sorgt weiterhin für Diskussionen: Manuel Neuer. Der 39-jährige Kapitän steht am Ende seiner Karriere – und doch ist seine Zukunft an der Säbener Straße offen.
Sami Khedira hat sich im Interview mit der tz klar positioniert. Für den Weltmeister von 2014 ist es naheliegend, dass auch der FC Bayern an einer weiteren Zusammenarbeit mit Neuer interessiert ist. „Ich gehe schwer davon aus, dass das auch die Bayern wollen – und zwar ganz gleich, ob Manu mit muskulären Verletzungen mal ein paar Wochen ausfällt, was für jemanden in seinem Alter ja völlig normal ist“, erklärte Khedira.
Lehren aus dem Müller-Kapitel?

Für Khedira spielt dabei nicht nur die sportliche Komponente eine Rolle. Vielmehr verweist er auf die besondere Bedeutung Neuers für den Verein. „Ich glaube, dass die Verantwortlichen aus der Geschichte von Thomas Müller gelernt haben“, sagte er. Beide seien „nicht nur herausragende Typen, sondern Legenden des FC Bayern und der deutschen Nationalelf“.
In seinen Worten schwingt mit, dass Persönlichkeiten dieses Kalibers eine besondere Wertschätzung verdienen. „Die es auch verdienen, dass eine Lösung gefunden wird, sofern sie den Wunsch danach haben“, so Khedira weiter. Damit macht er deutlich: Eine Vertragsverlängerung sollte nicht allein von kurzfristigen sportlichen Erwägungen abhängen, sondern auch vom Respekt gegenüber einer außergewöhnlichen Karriere.
Entscheidung liegt bei Neuer selbst
Gleichzeitig wahrt Khedira die nötige Distanz. Die finale Entscheidung liege allein beim Torhüter selbst. „Mir würde es wehtun, wenn ich Manu nicht mehr im Tor sehen würde, aber der Entscheidungsträger ist natürlich er. Allein deshalb maße ich es mir nicht an, ihm zu irgendetwas zu raten.“
Die Verantwortlichen in München haben zuletzt immer wieder betont, dass es in der Causa Manuel Neuer keinen Druck gibt, weder vonseiten des Vereins noch von der Spielerseite. Klub und Torwart möchten sich demnach nach seinem 40. Geburtstag Ende März zusammensetzen und erste Gespräche führen. Auch Neuer betont immer wieder, dass er sich derzeit noch keinerlei konkrete Gedanken darüber macht, ob und wie es mit ihm nach der laufenden Saison weitergeht.
