Beim FC Bayern hängt die Zukunft von Manuel Neuer allein an einer Frage: Wie fühlt sich sein Körper an? Die Verantwortlichen an der Säbener Straße würden den 39-Jährigen gerne noch ein weiteres Jahr halten. Doch der Kapitän selbst macht seine Entscheidung ausschließlich von seiner körperlichen Verfassung abhängig.
Wie der kicker berichtet, hat Neuer für sich bereits eine grundsätzliche Linie gezogen. Eine Auslandsstation – wie sie Thomas Müller zuletzt in Vancouver angetreten hat – kommt für ihn nicht infrage. Neuer möchte seine Karriere beim FC Bayern beenden. Ob das bereits am Ende dieser Saison geschieht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt, ist jedoch offen.
Verlängerung bis 2027 mit klarer Rollenverteilung?

Sollte sich Neuer für eine Verlängerung um ein weiteres Jahr bis 2027 entscheiden, wäre damit offenbar auch ein sportlicher Kompromiss verbunden. Dem Bericht zufolge wäre der Routinier bereit, Jonas Urbig in der kommenden Saison deutlich mehr Spielzeit einzuräumen. Ziel wäre es, den potenziellen Nachfolger behutsam aufzubauen und an die Rolle als Nummer 1 heranzuführen.
Ein solches Modell würde den Bayern Planungssicherheit verschaffen und gleichzeitig den Generationenwechsel moderat einleiten. Urbig gilt intern als vielversprechende Lösung für die Zukunft – Spielpraxis auf Topniveau wäre der nächste logische Schritt.
Alternativ: Bayern sondiert den Markt
Sollte Neuer seinen Vertrag hingegen nicht verlängern, müssten die Münchner reagieren. In diesem Fall würde der Rekordmeister zumindest den Torhütermarkt sondieren und mögliche Alternativen prüfen.
Klar scheint dabei: Daniel Peretz und Alexander Nübel spielen in den langfristigen Planungen offenbar keine Rolle mehr. Beide stehen noch bei den Bayern unter Vertrag, sind aktuell jedoch verliehen. Im Sommer, wenn die Leihverträge auslaufen, strebt der Klub laut kicker eine dauerhafte Lösung an.
Die Torwart-Frage bleibt damit eines der spannendsten Personalthemen an der Säbener Straße. Entscheidend ist – einmal mehr – Manuel Neuer selbst.
