Aleksandar Pavlovic ist beim FC Bayern längst mehr als nur ein vielversprechendes Eigengewächs. Der 21-Jährige hat sich in dieser Saison endgültig im Zentrum des Rekordmeisters festgespielt – und beeindruckt nicht nur mit Konstanz, sondern auch mit herausragenden Zahlen. Für Lothar Matthäus ist der Mittelfeldspieler inzwischen sogar ein Kandidat für ganz große Vergleiche.
„Pavlovic ist eine Ballmaschine“, schwärmte Matthäus zuletzt. Er strahle enorme Sicherheit aus, schalte sich immer wieder offensiv ein und verfüge zudem über einen starken Distanzschuss. Drei Tore in 19 Bundesligaspielen unterstreichen diese Entwicklung – zwei mehr als in der gesamten Vorsaison.
Beim 3:2-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt setzte Pavlovic ein weiteres Ausrufezeichen. Neben seinem Treffer überzeugte er mit einer Passquote von 95 Prozent. Unter allen Bundesliga-Profis mit mindestens 500 Einsatzminuten liegt er laut Opta bei den erfolgreichen Pässen pro 90 Minuten auf Rang zwei – nur Leverkusens Aleix Garcia kommt auf einen besseren Wert.
Zahlen eines Führungsspielers

Auch bei den Ballaktionen pro Partie gehört Pavlovic zur absoluten Spitze. Mit 112 Aktionen pro Spiel rangiert er ligaweit auf Platz drei – hinter Garcia und Joshua Kimmich. Seine Passquote von 95 Prozent bedeutet Platz vier insgesamt, unter den Mittelfeldspielern sogar Rang eins. Im Vergleich zur vergangenen Saison hat sich der gebürtige Münchner in nahezu allen statistischen Kategorien verbessert.
Vincent Kompany hebt besonders die defensive Entwicklung hervor. „Er ist ein spielerischer Sechser, der sich die Bälle holt“, betonte der Bayern-Trainer und lobte vor allem Pavlovics Fortschritte im Gegenpressing und in der Balleroberung.
Für Matthäus steht fest: „Pavlovic ist ein wichtiger Spieler – bei Bayern und in der Nationalmannschaft.“ Bereits im Januar hatte der Rekordnationalspieler einen bemerkenswerten Vergleich gezogen: „Pavlovic hat etwas von Toni Kroos.“
WM als großes Ziel
Der Weg dorthin war allerdings kein geradliniger. Die Heim-EM 2024 verpasste Pavlovic aufgrund der Nachwirkungen eines Infekts. In der vergangenen Saison bremsten ihn ein Schlüsselbeinbruch und Pfeiffersches Drüsenfieber aus. Auch in dieser Spielzeit musste er nach einem Bruch der Augenhöhle zeitweise mit Maske spielen.
Doch Pavlovic kämpfte sich zurück – und wie. In der Nationalmannschaft stand er in den letzten vier Länderspielen des vergangenen Jahres jeweils in der Startelf. Die Weltmeisterschaft im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko ist das klare Ziel.
„Für mich ist er bei Bayern und in der Nationalmannschaft gesetzt“, stellte Matthäus klar. Im Verein greift Pavlovic nach seiner dritten Meisterschaft, international träumt er vom ganz großen Wurf. Seine Entwicklung deutet darauf hin, dass dieser Traum alles andere als unrealistisch ist.
