Der FC Bayern muss vor dem Bundesliga-Kracher gegen Borussia Dortmund einen herben Dämpfer hinnehmen. Manuel Neuer musste das Mannschaftstraining am Donnerstag vorzeitig abbrechen – das Blitz-Comeback des Kapitäns wackelt.
Der 39-Jährige hatte sich Mitte Februar beim Spiel in Bremen einen Faserriss in der linken Wade zugezogen und seither intensiv an seiner Rückkehr gearbeitet. Nach individuellen Einheiten zu Wochenbeginn stand Neuer am Donnerstag erstmals wieder mit der Mannschaft auf dem Platz. Dabei hinterließ er laut tz zunächst einen positiven Eindruck und absolvierte sogar wieder erste Flugeinlagen im Tor. Zuvor hatte er überwiegend Übungen am Boden durchgeführt.
Doch die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zwischen die Pfosten erhielt schnell einen Dämpfer. Nach rund 20 Minuten beendete Neuer laut dem Bericht die Einheit. Der Routinier zeigte Reha-Coach Simon Martinello und Torwart-Trainer Michael Rechner demnach Schmerzen im unteren Rücken, im Gesäßbereich sowie erneut an der Wade an und verließ anschließend den Trainingsplatz.
Bayern haben Vertrauen in Jonas Urbig
Sollte sich sein Zustand nicht kurzfristig deutlich verbessern, wird Neuer das Topspiel am Samstag (18.30 Uhr, Sky) im Signal Iduna Park verpassen. In diesem Fall würde erneut Jonas Urbig im Tor stehen.

Trainer Vincent Kompany hatte zuletzt betont, wie groß das Vertrauen in den 22-Jährigen ist. Man habe „von Anfang an Vertrauen gezeigt. Wir sind ruhig geblieben“, erklärte der Belgier. Und dieses Vertrauen habe der FC Bayern weiterhin, „egal was passiert“.
Urbig kam in dieser Saison bereits neunmal zum Einsatz. Zwar unterlief ihm bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg ein Fehler, insgesamt vertrat er Neuer jedoch solide und ohne große Nervosität.
Ob es für Neuer doch noch reicht, werden die kommenden Tage zeigen. Aktuell spricht jedoch vieles dafür, dass der Kapitän den Klassiker nur von der Seitenlinie aus verfolgen kann.
