Nico Schlotterbeck und der FC Bayern – dieses Gerücht tauchte in den vergangenen Monaten immer wieder auf. Doch nun stellt ein Experte eine steile These auf: In München sei für den BVB-Abwehrchef längst kein Platz mehr.
Thomas Strunz, ehemaliger Profi des Rekordmeisters und heute als Berater tätig, sieht die Zukunft des Nationalspielers nicht an der Säbener Straße. Beim Fantalk auf SPORT1 machte er deutlich, dass die Tür beim FC Bayern seiner Meinung nach geschlossen sei.
„Bei Bayern ist die Tür ja auch zu. Da sind Tah und Upamecano gesetzt“, erklärte Strunz. Aus seiner Sicht besteht beim deutschen Meister aktuell kein akuter Handlungsbedarf in der Innenverteidigung.
Mit Dayot Upamecano hat der FCB langfristig verlängert und klar signalisiert, dass man weiterhin auf ihn baut. Zudem wurde mit Jonathan Tah vergangenen Sommer zusätzliche Stabilität verpflichtet. Auch Min-jae Kim und weitere Optionen sorgen dafür, dass der Konkurrenzkampf im Abwehrzentrum ohnehin groß ist.
Ein Transfer von Schlotterbeck würde nicht nur eine hohe Ablöse – im Raum stehen Summen von 60 bis 70 Millionen Euro – erfordern, sondern auch das bestehende Gefüge durcheinanderbringen. In München achtet man inzwischen stärker auf Kaderbalance und wirtschaftliche Vernunft.
Kein sportlicher Aufstieg durch Bayern-Wechsel?

Strunz argumentiert zudem, dass Schlotterbeck sportlich nicht zwingend einen Schritt nach vorne machen würde. „Die Mannschaft, wo er sich vom Renommee verbessern könnte und zu einem Weltklub zu gehen, die sehe ich nicht“, sagte der 57-Jährige.
Gerade beim FC Bayern wäre ein Stammplatz keineswegs garantiert. Der Konkurrenzdruck ist hoch, die Ansprüche enorm. Für einen Spieler, der in Dortmund unangefochtener Führungsspieler ist, wäre das Risiko groß.
Fokus beim FCB liegt woanders
Beim Rekordmeister liegen die Prioritäten ohnehin eher auf anderen Baustellen – etwa im offensiven Bereich oder in der strategischen Weiterentwicklung des Kaders unter Vincent Kompany. Die Defensive gilt grundsätzlich als stabil aufgestellt.
Aus Münchner Sicht spricht derzeit wenig für eine Verpflichtung Schlotterbecks. Sollte sich personell nichts Grundlegendes ändern, dürfte das Thema an der Säbener Straße tatsächlich keine heiße Spur werden.
