Glücksgriff für Bayern! BVB lehnte Musiala-Transfer ab

Vjekoslav Keskic

Jamal Musiala ist heute das Gesicht einer neuen Bayern-Generation. Doch ausgerechnet vor dem Klassiker in Dortmund wird eine brisante Geschichte bekannt: Auch der BVB hatte den Offensivstar einst auf dem Zettel – entschied sich aber gegen ihn.

2019 wechselte Musiala für gerade einmal 250.000 Euro Ausbildungsentschädigung vom FC Chelsea zum FC Bayern. Ein Transfer, der sich rückblickend als absoluter Glücksgriff erwies. Was viele jedoch nicht wissen: Borussia Dortmund hatte den technisch hochveranlagten Spielmacher damals ebenfalls intensiv beobachtet.

Dortmund entschied sich für Bellingham

Wie die tz berichtet, beschäftigte sich das Dortmunder Toptalente-Scoutingteam eingehend mit Musiala. Die Scouts verfolgten seine Entwicklung regelmäßig, waren von seiner Technik und Spielintelligenz beeindruckt. Zeitgleich stand jedoch auch Jude Bellingham auf dem Radar – und hier traf der BVB eine wegweisende Entscheidung.

In puncto Reife und Körperlichkeit trauten die Dortmunder Bellingham früher den Durchbruch im Profibereich zu als Musiala. Während der gebürtige Stuttgarter noch bei Chelsea ausgebildet wurde, spielte Bellingham bereits bei Birmingham im Männerbereich. Am Ende entschied sich der BVB gegen Musiala und für Bellingham – 2020 folgte der Wechsel für rund 30 Millionen Euro.

Bayern nutzte die Gelegenheit

Jamal Musiala
Foto: IMAGO

Der FC Bayern kam eher zufällig ins Spiel. Im Zuge der Gespräche um Callum Hudson-Odoi, der wie Musiala von dessen Bruder vertreten wurde, ergab sich 2019 die Möglichkeit, das Talent nach München zu holen. Ex-Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Chefsocut Marco Neppe schlugen zu – für eine vergleichsweise minimale Summe.

Neppe erinnerte sich später bei Sky: „Ich kann mich an fast kein Ergebnis mehr erinnern, aber an zwei Spieler und das sehr genau: Jude Bellingham und Jamal Musiala. Das war spektakulär.“

Während Dortmund bei Bellingham später den Jackpot zog – 2023 wechselte er für 123 Millionen Euro zu Real Madrid – entwickelte sich Musiala beim FC Bayern zum Unterschiedsspieler. Ironischerweise war es ausgerechnet sein Last-Minute-Tor in Köln, das Dortmund 2023 die Meisterschaft kostete.

Vor dem kommenden Klassiker zeigt sich: Manchmal entscheiden kleine Einschätzungen über große Karrieren. Und in diesem Fall profitierte der FC Bayern maximal.

Teile diesen Artikel