Der FC Bayern bekommt es im Achtelfinale der Champions League mit Atalanta Bergamo zu tun – und damit mit einem Gegner, den man bislang noch nie in einem Pflichtspiel getroffen hat. Die Italiener setzten sich in den Play-offs gegen Borussia Dortmund durch, während sich der Rekordmeister dank seiner starken Ligaphase direkt für die Runde der letzten 16 qualifizierte.
An der Säbener Straße ist man sich bewusst, dass mit dem aktuellen Tabellensiebten der Serie A ein unangenehmer Gegner wartet.
Christoph Freund spricht von einem „sehr interessanten Spiel gegen eine italienische Topmannschaft“. Der Sportdirektor betont vor allem die Intensität und Heimstärke der Bergamaschi: „In den Play-offs gegen Dortmund hat man gesehen, wie stark Atalanta gerade zu Hause ist. Die Mannschaft kann großen Druck erzeugen, sehr aggressiv auftreten mit hoher Qualität.“ Dennoch zeigt sich Freund selbstbewusst: „Wenn wir unsere Energie und Performance auf den Platz bringen, haben wir eine gute Chance auf die nächste Runde.“
Sportvorstand Max Eberl äußerte sich nach der Auslosung beim Pay-TV-Sender Sky: „Ich glaube, dass das Dortmund-Aus eine große Warnung ist. Atalanta oder italienische Mannschaften per se sind von der Struktur oder der Taktik her unfassbar stabil, unfassbar gut. … Eine Aufgabe, die definitiv ambitioniert ist. Aber wir wollen weiterkommen.“
„Ich glaube, an einem guten Tag zu Hause können sie Berge versetzen“
Auch Manuel Neuer hat die jüngsten Auftritte der Italiener genau verfolgt. „Man hat gesehen, wie gut Atalanta zu Hause spielt“, erklärte der Bayern-Kapitän. Besonders die Wucht im eigenen Stadion habe Eindruck hinterlassen. „Ich glaube, an einem guten Tag zu Hause können sie Berge versetzen.“
Dass das Hinspiel in Bergamo stattfindet, sieht Neuer nicht zwingend als Nachteil. „Danach wissen wir, wo wir stehen.“ Zudem reizt ihn der internationale Charakter des Duells: „Es hat natürlich mehr Champions-League-Flair, gegen eine italienische Mannschaft anzutreten, als gegen eine deutsche wie Leverkusen.“
Tah erwatet intensiven Fußball
Auch Jonathan Tah kennt Atalanta bereits aus früheren Duellen. „Das ist ein guter Gegner, sie spielen intensiven Fußball“, so der Innenverteidiger. Die Spiele gegen Dortmund hätten gezeigt, „was sie können“. Das Heimrecht im Rückspiel bewertet Tah eher nüchtern: „Am Ende geht’s darum, in zwei Spielen zu gewinnen und weiterzukommen.“
Für den FC Bayern ist die Ausgangslage klar: Respekt ja, Angst nein. Atalanta bringt Tempo, Aggressivität und Heimstärke mit – doch die Münchner gehen mit breiter Brust in das erste Aufeinandertreffen der Vereinsgeschichte.
