Gehaltskosten enthüllt! Bayern zahlt mehr als RB und Bayer zusammen

Vjekoslav Keskic

Der FC Bayern bleibt finanziell das Maß aller Dinge in der Bundesliga. Das geht aus dem aktuellen UEFA-Report „The European Club Finance and Investment Landscape“ hervor. Demnach haben die Münchner im Jahr 2025 insgesamt 443 Millionen Euro für Gehälter ausgegeben – für Spieler, Trainer und sämtliche Mitarbeiter. Damit zahlt der deutsche Rekordmeister mehr als RB Leipzig und Bayer Leverkusen zusammen.

Die Verantwortlichen beim FC Bayern betonen schon seit geraumer Zeit, dass man die Gehaltskosten reduzieren möchte. Laut dem UEFA-Report ist dies den Münchnern nicht wirklich gelungen.

Während der FCB seine Gehaltskosten im Vergleich zum Vorjahr um rund drei Prozent steigerte, kamen Leipzig und Leverkusen gemeinsam nicht an die Münchner Summe heran. Die Sachsen erhöhten ihre Ausgaben um fünf Prozent auf 202 Millionen Euro, die Werkself legte sogar um neun Prozent auf 209 Millionen Euro zu. Zusammengerechnet ergeben sich 411 Millionen – rund 32 Millionen weniger als beim Branchenprimus aus München.

Im Bundesliga-Vergleich geht die Schere damit weiter auseinander. Borussia Dortmund stagnierte nahezu bei 268 Millionen Euro und liegt im nationalen Ranking klar hinter den Bayern. Auch international bleibt der FCB die deutsche Nummer eins, wenngleich man im europäischen Vergleich von Rang sechs auf sieben zurückfiel.

Bayern liegt in Europa auf Rang 7

An der Spitze des europäischen Gehaltsrankings steht nun Manchester City mit 557 Millionen Euro. Paris Saint-Germain, im Vorjahr noch ganz oben, reduzierte seine Ausgaben trotz Champions-League-Triumph deutlich um 107 Millionen auf 551 Millionen Euro. Grund ist ein konsequenter Kaderumbruch mit dem Abgang mehrerer Großverdiener.

Dass Bayern trotz hoher Investitionen nicht in die absolute europäische Spitze vorstößt, zeigt vor allem die enorme Finanzkraft der Premier League. Gleich mehrere englische Klubs steigerten ihre Gehaltskosten zweistellig. Dennoch bleibt der FCB in Schlagdistanz zu den Top-Klubs – und unangefochten an der Spitze in Deutschland.

Strukturelle Entwicklung mit Risiken

Interessant ist auch der Blick auf die generelle Kostenentwicklung. Laut UEFA machen Spielergehälter im Schnitt über 70 Prozent der Gesamtausgaben aus. Auffällig: Die Gehälter für nicht-sportliches Personal sind seit 2021 deutlich stärker gestiegen als die der Profis. Während die Spielergehälter im betrachteten Zeitraum um knapp zehn Prozent anwuchsen, legten die Ausgaben für weitere Mitarbeiter um über 42 Prozent zu.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin mahnte angesichts dieser Entwicklung zur Vorsicht. Steigende Betriebskosten, wachsende Mitarbeiterzahlen und allgemeine Lohninflation seien Trends, die genau beobachtet werden müssten.

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