Der FC Bayern reist als Spitzenreiter und mit acht Punkten Vorsprung zum Bundesliga-Klassiker nach Dortmund – doch beim BVB ist die Marschroute klar. Trainer Niko Kovac fordert nach dem bitteren Champions-League-Aus in Bergamo eine deutliche Leistungssteigerung gegen den Rekordmeister.
„Wir haben das aufgearbeitet, aber auch klipp und klar gesagt: Das, was war, ist vorbei“, erklärte Kovac mit Blick auf die 1:4-Niederlage bei Atalanta, die das Aus in der Königsklasse besiegelte. Der Fokus liege nun ausschließlich auf dem Topspiel am Samstagabend. „Jetzt beschäftigt uns nur das Spiel am Samstag.“
Für den FC Bayern bedeutet das: Der Gegner will eine Reaktion zeigen – und dürfte entsprechend motiviert auftreten.
Klare Ansage vor dem Klassiker

Kovac machte keinen Hehl daraus, dass er mit dem Auftritt in Italien alles andere als zufrieden war. Gegen die Münchner soll sich das Bild komplett verändern. „Wir wollen ein ganz anderes Gesicht zeigen als in Bergamo“, betonte der BVB-Coach.
Personell kann Dortmund nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nico Schlotterbeck, der in Bergamo auf der Bank die Rote Karte sah, ist in der Bundesliga spielberechtigt und laut Kovac „bereit, von Beginn an zu spielen“. Auch Kapitän Emre Can ist einsatzfähig. Verzichten muss der BVB lediglich auf Julian Ryerson, der gesperrt fehlt.
Bayern im Fokus – Titel zweitrangig?
Trotz der tabellarischen Ausgangslage – ein Sieg der Bayern würde den Vorsprung auf elf Punkte anwachsen lassen – will Kovac das Spiel nicht größer machen, als es ist. „Ich sehe das Duell isoliert, nur die drei Punkte. Titel hier, Titel da – es geht um das Spiel.“
Gleichzeitig hofft der 53-Jährige auf die Unterstützung der Fans. „Wir brauchen ein volles, gutes Westfalenstadion mit einer guten Atmosphäre.“ Ziel sei es, das Spiel möglichst lange offen zu halten und dem Tabellenführer Paroli zu bieten.
Für den FC Bayern ist die Ausgangslage klar: Ein Sieg im Signal Iduna Park wäre ein massives Statement im Titelrennen. Doch der BVB will nach dem europäischen Rückschlag ein Zeichen setzen – und dürfte alles daransetzen, dem Rekordmeister den Abend so unangenehm wie möglich zu machen.
