Neuer-Erbe beim Rekordmeister: Der FC Bayern hat einen klaren Plan

Vjekoslav Keskic

Die Torwartfrage bleibt eines der sensibelsten Themen beim FC Bayern. Manuel Neuer steht im Spätherbst seiner Karriere, Jonas Urbig gilt als möglicher Erbe – und entsprechend intensiv brodelt die Gerüchteküche. Kaum ein vielversprechender Keeper in Europa, der nicht zumindest lose mit dem Rekordmeister in Verbindung gebracht wird.

Zuletzt machte erneut der Name Bart Verbruggen die Runde. Der 23-Jährige von Brighton & Hove Albion gilt als moderner Torwart mit starkem Aufbauspiel, Präsenz im Strafraum und internationaler Erfahrung. Ein Profil, das grundsätzlich zum Münchner Anforderungsprofil passen würde – zumindest auf dem Papier.

Doch wie konkret ist die Spur wirklich?

Bayern setzt auf Urbig – kein externer Konkurrent

Jonas Urbig, Manuel Neuer
Foto: IMAGO

Im BILD-Podcast Bayern Insider wurde das Thema aufgegriffen – mit einer eindeutigen Antwort. Auf die Frage, ob Bayern wieder ein Auge auf Verbruggen geworfen habe, stellte BILD-Reporter Heiko Niedderer unmissverständlich klar: „Das ist not true.“

Zwar räumte er ein, dass das Gerücht „schon länger wabert“ und Verbruggen „ein super Torwart“ sowie „jung“ sei – also durchaus ein interessantes Profil. Doch entscheidend ist die interne Tendenz beim FC Bayern. Und die geht offenbar in eine andere Richtung.

Niedderer erklärte: „Was wir wissen, ist, dass tatsächlich Bayern eine klare Tendenz hat – sollte Neuer aufhören, will man auf Jonas Urbig bauen.“ Auch der kicker hatte zuletzt berichtet, dass Urbig FCB-intern sehr klar als Neuer-Nachfolger positioniert wird. Laut dem Fachblatt spielen die beiden Leih-Keeper Alexander Nübel und Daniel Peretz keine Rolle in den Torwart-Planungen an der Isar und sollen den Klub im Sommer dauerhaft verlassen.

Damit wird klar: Die Münchner planen keinen externen Kronprinzen mit Stammplatz-Anspruch, sondern setzen auf eine interne Lösung.

Der entscheidende Punkt liegt im Hierarchie-Gedanken. Laut der BILD will Bayern „nicht einen Konkurrenten holen, wie eben Verbruggen, der auch den klaren Anspruch hat, Nummer 1 zu sein“. Stattdessen würde man „eher in die Richtung gehen, dass man sagt, vielleicht noch eine Nummer 2 zu holen“.

Heißt im Klartext: Sollte Neuer tatsächlich aufhören, soll Urbig die klare Nummer 1 werden – ohne teuren Herausforderer im Nacken.

Ein weiterer Faktor ist die Ablösesumme. Laut BILD-Informationen ruft Brighton „ungefähr bis zu 60 Millionen“ für Verbruggen auf. Chelsea soll ebenfalls interessiert sein. Summen in dieser Größenordnung sind für Bayern auf der Torwartposition kein Thema.

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