Personelle Probleme vor dem Klassiker? Das sagt Kompany zu Neuer und Co.

Vjekoslav Keskic

Der FC Bayern geht mit personellen Fragezeichen in den Bundesliga-Klassiker bei Borussia Dortmund. Zwei Tage vor dem Topspiel stand vor allem Manuel Neuer im Fokus – und Vincent Kompany lieferte auf der Spieltags-Pressekonferenz ein vorsichtiges Update.

Der 39-jährige Kapitän hatte das Training zuletzt aufgrund von Wadenschmerzen vorzeitig abbrechen müssen. Nach seinem Muskelfaserriss war Neuer eigentlich auf dem Weg zurück, hatte bereits wieder Teile des Torwarttrainings absolviert. Doch die erneuten Beschwerden sorgten nun für Unsicherheit. Laut Kompany gibt es allerdings keinen echten Grund zur Sorge.

„Bei Manuel Neuer sieht es gut aus, wir hatten gedacht, er fällt vielleicht länger aus. Aber er trainiert vielleicht mit heute, dann müssen wir noch einmal besprechen bis zum Spiel“, erklärte Kompany. Wirklich optimistisch klang das jedoch nicht. „Es ist alles positiv – vielleicht eher nicht für morgen. Aber wir besprechen das mit Manu.“ Sollte es nicht reichen, würde erneut Jonas Urbig zwischen den Pfosten stehen. „Er hat ihn immer sehr gut vertreten“, stellte Kompany klar.

Laimer zurück, Fragezeichen bei Ito und Kim

Konrad Laimer
Foto: IMAGO

Neben Neuer gibt es weitere Baustellen im Kader – aber auch positive Nachrichten. Konrad Laimer, der zuletzt pausieren musste, ist wieder voll einsatzbereit. „Konny hat die ganze Woche trainiert“, bestätigte Kompany.

Alphonso Davies hingegen wird für den Klassiker noch keine Option sein. Der Kanadier befindet sich nach seinem Muskelfaserriss im Lauftraining, macht aber Fortschritte. „Phonzy ist gelaufen, auch bei ihm ist es gut. Er wird da sein für den wichtigen März-Monat“, so der Bayern-Coach. Eine Rückkehr in den kommenden Wochen gilt als realistisch.

Mit Hiroki Ito und Minjae Kim mussten gestern zwei FCB-Spieler das Training vorzeitig abbrechen. Wie konkret es bei den beiden Defensivspielern aussieht, konnte Kompany nicht aufklären, da er noch keine finale Rückmeldung von der medizinischen Abteilung diesbezüglich erhalten hat.

Keine Panik beim Rekordmeister

Trotz der angespannten Personallage zeigte sich Kompany demonstrativ gelassen. Ein Risiko bei angeschlagenen Spielern wolle man nicht eingehen – gleichzeitig vertraue er seinem Kader voll und ganz.

„Wir haben keine Angst vor Risiko, aber wir möchten nicht zu emotional reagieren. Wir haben einen guten Kader, dem vertrauen wir“, betonte der Belgier. Jeder Spieler, der auf dem Platz stehe, sei in der Lage, das gewünschte Ergebnis zu holen.

Ob mit Neuer oder Urbig – der FC Bayern reist mit breiter Brust nach Dortmund. Doch klar ist: Die finale Entscheidung im Tor wird erst kurzfristig fallen.

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