Schlotterbeck über hartes Tackling gegen Stanisic: „Kann man Rot geben“

Felix Flechsig

Nico Schlotterbeck stand gegen den FC Bayern mehrfach kurz davor, eine Rote Karte zu kassieren. In einer Situation wäre er sogar damit einverstanden gewesen.

Im Klassiker gegen den FC Bayern hatte Nico Schlotterbeck den BVB zwischenzeitlich in Führung gebracht – und das, obwohl er bei seinem Führungstreffer möglicherweise schon nicht mehr auf dem Platz hätte stehen können.

Bei einem sehr harten Einstieg gegen Josip Stanisic hatte Schiedsrichter Sven Jablonski lediglich die Gelbe Karte gezückt. Schlotterbeck hatte Stanisic aber mit offener Sohle am Schienbein erwischt – ein Foul, das schon des Öfteren zu einem direkten Platzverweis geführt hatte.

Wie Schlotterbeck selbst am Sky-Mikrofon resümierte, wäre auch für ihn die glattrote Karte in dieser Situation gerechtfertigt gewesen. „Ich denke, da hätte man eine Rote Karte geben können. Ich hatte da Glück.“, erklärte der Dortmunder Innenverteidiger.

Schlotterbeck war weiter gefährdet

Nicht nur bei seinem harten Treffer gegen Stanisic hätte Schlotterbeck vom Platz fliegen können. Als er nach seinem Treffer über die Bande stieg und kurz mit dem Dortmunder Publikum jubelte, hätte er regeltechnisch auch Gelb-Rot sehen können. Sieht der Schiedsrichter in einer solchen Situation nämlich ein Sicherheitsrisiko, dürfte er dem entsprechenden Spieler eine Gelbe Karte zeigen. Da Schlotterbeck aber relativ schnell wieder zum Spielfeld zurückkehrte, verzichtete Jablonski auf den Platzverweis.

Serge Gnabry
Foto: Getty Images

Auch bei einem weiteren Foul an Stanisic hätte Schlotterbeck bei einer etwas härteren Regelauslegung das Spielfeld verlassen müssen. Als er den kroatischen Nationalspieler im Strafraum zu Fall brachte und Jablonski auf den Punkt zeigte, hätte sich der 26-Jährige ebenfalls nicht beschweren dürfen, wenn er zum Duschen geschickt worden wäre.

Am Ende kann der FC Bayern aber mit den fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen leben. Das Team von Vincent Kompany stellte erneut den starken Teamgeist unter Beweis und erkämpfte sich einen am Ende verdienten 3:2-Sieg im Signal-Iduna-Park.

Teile diesen Artikel